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Bayern
Dienstag, 24. Oktober 2017 13° 5

Feste

Besucher warten im Regen auf die Wiesn

Stunden vor dem Start des Oktoberfests haben sich bereits lange Schlangen vor dem Haupteingang gebildet. Einige glühten vor.

Wiesn-Besucher warten vor dem Haupteingang zum Oktoberfestgelände. Foto: Peter Kneffel

München.Stunden vor dem Start des Oktoberfests haben sich bereits lange Schlangen vor dem Haupteingang gebildet. Die Besucher hielten sich mit Kaffee oder Brotzeit unter den Regenschirmen warm - einige glühten im Morgengrauen schon mit mitgebrachtem Bier vor. Um ganz vorne zu stehen, waren die ersten Wiesngäste nach eigenen Angaben schon um 4 Uhr aufgestanden. Dass das Gelände erst um 9 Uhr zugänglich ist, ärgert sie nicht. „Man muss sich das Oktoberfest verdienen“, erklärte Ryan aus Kanada.

„Man muss sich das Oktoberfest verdienen.“

Ryan aus Kanada

Die Angst vor Terror rückte bei vielen in den Hintergrund. Der 19-jährige Niklas kommt seit drei Jahren zur Wiesn. Auch dieses Mal wolle er mit seinen Freunden einfach eine gute Zeit haben. „Wir kommen wie immer jeden Tag.“

Die Gepäckaufbewahrungsstelle gegenüber hatte vor 7 Uhr noch geschlossen. Ohnehin hatten die meisten Rücksäcke und größere Taschen gleich zu Hause gelassen. Sie sind in diesem Jahr erneut aus Sicherheitsgründen verboten.

Die meisten Gäste kamen festlich in Dirndl und Lederhose. Auch bei den Besuchern aus Frankreich oder Puerto Rico blitzte unter den Regencapes Tracht hervor. Für die US-Amerikanerin Katie ist das Dirndl selbstverständlich: „Ich bin gekommen, um deutsche Kultur zu erleben - und ein Teil davon zu sein.“

„Ich bin gekommen, um deutsche Kultur zu erleben – und ein Teil davon zu sein.“

US-Amerikanerin Katie

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wird um Punkt 12 Uhr das erste Fass Bier anzapfen und damit die Wiesn eröffnen. Wie jedes Jahr wird mit Spannung erwartet, wie viele Schläge er beim braucht.

Angesichts der latenten Terrorgefahr haben die Behörden ihr Sicherheitskonzept nochmals ausgeweitet. Polizeibeamte mit Bodycams, zusätzliche Videokameras und mehr Blumenkübel als Zufahrtssperren gehören zu den erweiterten Maßnahmen. Über eine Lautsprecheranlage sollen zudem Besucherströme bei einem Alarm besser geleitet werden.

Über sie werden um 9 Uhr auch die Besucher begrüßt: auf Deutsch, auf Englisch und auf Bairisch.

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