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Bayern
Sonntag, 22. Oktober 2017 12° 7

Kommentar

Der ideale Tod

Ein Kommentar von Marianne Sperb, MZ

Wie den Tod der Rinder von Herbert Siegel wünscht man sich beinahe das eigene Ende: im Grünen, angstfrei, schmerzlos. Der Allgäuer Bauer macht alles richtig. Trotzdem schlachten die allerwenigsten Landwirte ihr Vieh stressfrei. Das liegt an uns Verbrauchern: Der Aufwand muss bezahlt werden. So lange Konsumenten gute Qualität nicht gutes Geld wert ist, werden sich die Bedingungen in der Tierhaltung kaum ändern.

Verantwortung haben aber auch die Politik und die Lebensmittelkonzerne. Sie kujonieren die Landwirtschaft mit teils absurden Auflagen und Vorschriften und lassen gleichzeitig grundlegende Missstände zu.

Nur eines von vielen Beispielen: Ein Landwirt in Oberfranken darf seine naturnah aufgezogenen Hühner nicht bei dem befreundeten Schlachter töten lassen, sondern muss sie in einen EU-zertifizierten Betrieb schaffen. Das bedeutet: 155 Kilometer Fahrt einfach, enorme Kosten für Transporter und Kühlanhänger, Stress für die Tiere. Die Logik hinter solchen Fällen ist schlicht nicht zu begreifen.

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