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Bayern
Dienstag, 26. September 2017 21° 1

Weiden.

Ein Krimi aus der Oberpfalz

Weidener Gymnasiallehrer Raimund A. Mader lässt in seinem Debüt „Glasberg“ in Weiden einige Morde passieren.

Krimiautor Raimund A. Mader

Von Lisa Kräher, MZ

Es gibt fünf Tote. Alle im oberpfälzischen Weiden. Und alle sterben im übertragenen Sinn durch die Hand von Raimund A. Mader. Der Weidener Gymnasiallehrer hat vor wenigen Wochen seinen Debütroman „Glasberg“ auf den Markt gebracht. Drei Jahre hat er an dem 324 Seiten starken Krimi gearbeitet. Herausgekommen ist ein wortgewaltiger Roman, der auch geübten Krimilesern so manchen Schauer über den Rücken jagen wird.

Angefangen hat Maders Krimi-Leidenschaft mit Klassikern von Agatha Christie und Edgar Wallace. Auch an dem Schweden Henning Mankell fand er in letzter Zeit Gefallen. Vor allem was die detailgenauen Schilderungen der Leichen betrifft, hat sich Mader wohl so manche Anregung bei Mankell geholt. Und auch aus seinem Umfeld übernimmt der Krimiautor so manche Beobachtung in sein Werk. Alles spielt an realen Orten in Weiden und Regensburg. Dabei ist Mader gar kein gebürtiger Oberpfälzer. Er stammt aus Bad Tölz und lebt heute mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Eschenbach im Landkreis Neustadt/Waldnaab. Mader kennt sich inzwischen aber sehr gut mit den Oberpfälzern und der Region aus. Deshalb diente ihm seine neue Heimat auch als Rahmen für seine Mordgeschichte. Seine Protagonisten sind zwar frei erfunden, tragen aber Namen, die in Weiden durchaus geläufig sind. Auch das Augustinus Gymnasium, an dem Mader Deutsch und Englisch unterrichtet, spielt in dem Krimi eine wichtige Rolle.

„Ich wollte damit lediglich ein paar Kollegen verewigen“, sagt Mader im Gespräch mit der MZ. So taucht im Buch unter anderem ein Polizist namens Rockinger auf, der stets im Stau steht und sich mit einem alten Opel Corsa zufriedengeben muss. Ein Lehrer-Kollege, mit selbigem Namen, habe dagegen einen Hang zu schnellen Autos, erzählt der Autor. Ärger habe er durch die Namensgebungen in seinem Krimi bislang nicht bekommen. Die Adaptionen seien relativ harmlos. Zudem betont der Autor: Die Namen der Opfer und Mörder im Buch sind alle frei erfunden. Zudem seien die Wortspielereien mit Weidener Persönlichkeiten lediglich für Ortskundige interessant. „Andere Leser wissen diese Ebene ja gar nicht zu schätzen.“

Auf die Idee zu „Glasberg“ kam Mader durch einen Schüleraustausch, den es zur Zeit des Prager Frühlings am Gymnasium in Eschenbach gab. „Kriminelle Vorfälle hat es damals allerdings nicht gegeben.“ Dennoch in-spirierte ihn jener Schulaustausch zum Schlüsselereignis in seinem Roman. Wie er allerdings den Spagat von einem Ausflug zu schließlich fünf Mordopfern schafft, das müssen die Leser selbst herausfinden.

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