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Konsumgüter

Ende des Ausmal-Booms bremst Wachstum von Schwan-Stabilo

Auf einmal bekamen selbst Erwachsene Lust auf das Ausmalen von Mustern und Bildern - der Griff vieler bürogestresster Bundesbürger nach Ausmalbüchern und Stiften bescherte auch Schwan-Stabilo einen Boom - der ist erstmal vorbei, wie der Blick in die Bilanz zeigt.

Textmarker des Schreibwarenherstellers Schwan-Stabilo. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Heroldsberg.Es war ein Boom, der die Umsätze fast aller Schreibgerätehersteller in die Höhe schnellen ließ - das Abflauen des sogenannten Ausmaltrends hat inzwischen auch der Stifte- und Kosmetik-Konzern Schwan-Stabilo zu spüren bekommen. Die Stifte-Sparte sei nach zwei Boomjahren kaum noch gewachsen. Der Umsatz des Teilkonzerns Stabilo habe im Geschäftsjahr 2016/2017 mit 185,2 Millionen Euro fast auf dem entsprechenden Vorjahresniveau stagniert, berichtete Konzern-Geschäftsführer Jörg Karas am Dienstag.

Konzernweit stieg der Umsatz des Familienunternehmens lediglich um knapp ein Prozent auf 713,5 Millionen Euro. Vor zwei Jahren hatte Schwan-Stabilo noch einen Umsatzsprung von mehr als 100 Millionen Euro geschafft. Karas zeigte sich dennoch erfreut, dass es gelungen sei, trotz der „härteren Bedingungen“ das hohe Umsatzniveau von 2015/2016 zu halten.

Auch der Kosmetik-Bereich konnte sein Rekordergebnis vom Vorjahr nicht mehr toppen: Mit 364,7 Millionen Euro lag der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich um 300 000 Euro über dem Vorjahresniveau. Nach den Boomjahren, in denen die Kosmetik-Sparte des traditionsreichen Familienunternehmens von mehreren modischen Trends profitiert hatte, hätten sich die belieferten Kosmetikfirmen „auf eine Normalisierung eingestellt“, berichtete Karas.

Als einzige Umsatzstütze erwies sich die noch junge Outdoor-Sparte, um die der Stiftehersteller nach und nach sein Kerngeschäft ergänzt hat und zu der auch der Rucksackhersteller Deuter gehört. Dank der „boomenden Wanderleidenschaft der Deutschen“, so das Unternehmen, stieg der Umsatz des Teilkonzerns Outdoor um 7,1 Millionen auf 164,2 Millionen Euro. Nachdem der Konzern erst vor zwei Jahren die Outdoor-Kleidungshersteller, Maier Sports und Ortovox erworben hatten, stehe derzeit aktuell kein weiterer Firmenzukauf an, betonte Karas.

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