mz_logo

Bayern
Donnerstag, 25. Mai 2017 20° 4

Gewaltakt

Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten

Ein Regensburger Beamter soll im April bei einer Festnahme gegen einen 24-jährigen Mann gewalttätig geworden sein.

Regensburg. Ein Regensburger Polizist soll bei der Festnahme eines 24-Jährigen Ende April gewalttätig geworden sein. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks hat die Polizei inzwischen Ermittlungen gegen einen Beamten eingeleitet. Der Vorfall, der sich Ende April auf der Nibelungenbrücke ereignet hat, ist von zwei Zeugen beobachtet worden. Der Polizist soll auf den Mann, der bereits auf dem Boden lag, mit der Faust eingeschlagen haben. Regensburgs Polizeisprecher Michael Rebele bestätigte dem BR am Freitag, dass derzeit Ermittler der Kripo Amberg die Vorwürfe klären. Erste Ergebnisse sollen frühestens in vier Wochen vorliegen.

Laut Rebele habe ein Anrufer damals den Vorfall gemeldet: Ein in einem Garten liegender junger Mann soll versucht haben, sich mit einem Messer am Arm zu schneiden. Eine Streife und ein Krankenwagen seien alarmiert worden. Beim Eintreffen der Beamten war der Mann zwischenzeitlich zur Nibelungenbrücke gegangen. Die beiden Beamten - ein Mann und eine Frau - nahmen den offenbar verwirrten 24-Jährigen fest. Man habe verhindern wollen, so Rebele gegenüber dem BR, dass sich der Mann selbst verletzt.

Bei der Festnahme habe der junge Mann Widerstand geleistet. Laut offiziellem Einsatzbericht wurden ihm Handschellen angelegt und er wurde ins Bezirksklinikum Regensburg gebracht. Zwei Zeugen, die zufällig auf der Nibelungenbrücke unterwegs waren, wollen den Vorfall jedoch anders beobachtet haben. Sie haben gegenüber dem Internet-Nachrichtenportal „Regensburg-Digital“ eine eidesstattliche Versicherungen abgegeben.

Demnach soll sich der Beamte nach der Festnahme des Mannes hingekniet, gebrüllt und dem Mann mehrere Faustschläge auf den Hinterkopf verpasst haben. Sowohl die Kollegin des Polizisten als auch die Sanitäter sollen das Ganze teilnahmslos beobachtet haben. Rebele zeigte sich von den Vorwürfen betroffen. Sie seien heftig. Man habe deswegen sofort interne Ermittlungen eingeleitet.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht