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Bayern
Sonntag, 17. Dezember 2017 4

Erstes Wiesn-Wochenende: Eine Million Besucher

Männer in bayerischer Tracht trinken am Sonntag (20.09.09) in München beim 176. Oktoberfest auf der Theresienwiese im Augustiner-Festzelt eine Maß Bier. Bis zum 4. Oktober empfangen die insgesamt 624 Schausteller die Besucher aus aller Welt auf der Theresienwiese. Foto: ddp

Knapp eine Million Besucher haben am Wochenende die Eröffnung des 176. Münchner Oktoberfestes gefeiert. Am Samstag sahen Tausende, wie Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) das größte Volksfest der Welt mit dem traditionellen Anstich des ersten Wiesn- Bierfasses und dem legendären Ruf „Ozapft is“ eröffnete. Nach 2005 und 2008 gelang es ihm nun schon zum dritten Mal, das erste Fass Oktoberfestbier mit nur zwei Schlägen anzuzapfen. Am Sonntag verfolgten zehntausende Schaulustige den traditionellen Schützen- und Trachtenzug zur Festwiese. Das Oktoberfest endet am 4. Oktober.

„Besucher entspannt, Stimmung großartig, Wetter ideal“, resümierte Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl am Sonntagnachmittag. Bis dahin hatten die Wiesn-Gäste aus dem In- und Ausland in den 14 großen Bierzelten und den Biergärten schon fast eine halbe Million Maß Bier getrunken (eine Maß fasst einen Liter). Der Umsatz sei mit dem im vergangenen Jahr vergleichbar, teilte Weishäupl mit.

Insgesamt werden sechs Millionen Besucher zum Oktoberfest erwartet, auf dem rund 700 Schausteller und Marktleute zugelassen sind. Das Bier zeigte bei einigen Festgästen schnell seine Wirkung. Nur zwei Stunden nach der offiziellen Eröffnung des Oktoberfestes gab es schon die erste Bierleiche zu beklagen. Ein 16-Jähriger musste am Samstag schon um 14.00 Uhr von Sanitätern behandelt werden, teilte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) am Sonntag mit. Nach eigenen Angaben hatte er in einem Festzelt nur eine Maß Bier getrunken, dann sei ihm schlecht geworden.

Im Vergleich zum Vorjahr mussten am ersten Oktoberfest-Tag deutlich mehr Besucher behandelt werden. Insgesamt versorgten die BRK-Helfer 790 Patienten - im Jahr 2008 lag die Zahl mit 544 deutlich darunter. Auch die Polizei hatte am ersten Wiesn-Wochenende schon gut zu tun. Etwa 60 Menschen wurden am Samstag festgenommen, darunter ein 23-jähriger Australier, der bei einem Streit einen Maßkrug in die Menge geworfen und zwei junge Münchner verletzt hatte.

Oberbürgermeister Ude hatte das Oktoberfest am Samstag eröffnet, um Punkt zwölf Uhr hieß es „Ozapft is“. Die erste Maß ging an Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU). „Ich genieße es, hier jedes Jahr die Chance zu haben, einen neuen Ministerpräsidenten kennenzulernen“, scherzte Ude in seinem 17. Wiesn-Jahr als Oberbürgermeister mit Blick auf die raschen Wechsel an der Spitze der bayerischen Staatsregierung in den vergangenen Jahren. Zum ersten Mal seit vielen Jahren zogen Oberbürgermeister und bayerischer Regierungschef wieder gemeinsam ins Schottenhamel-Zelt ein - auf ausdrücklichen Wunsch von Seehofer, der aber betonte, politisch habe das nichts zu bedeuten.

   „Mein Wunsch ist wirklich, es möge eine friedliche Wiesn werden“, sagte Ude kurz nach dem Wiesn-Anstich. Nach islamistischen Terror- Drohungen gegen Deutschland wurden auch auf der Wiesn die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte, dass es keine konkrete Terrorwarnung für das Oktoberfest gebe, und warnte vor Panikmache. Mit den Terror-Drohungen per Video-Botschaft solle Politik gemacht werden. „Da soll Schrecken in der deutschen Bevölkerung verbreitet werden“, sagte er.     

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