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Kirche

Erzbischof Müller weiht Papsthaus ein

Gerhard Ludwig Müller hat das Privathaus von Papst Benedikt XVI. in Pentling am Samstag als theologische Begegnungsstätte eingeweiht. Das Haus wurde im vergangenen Jahr renoviert und das Arbeitszimmer des Papstes originalgetreu nachgebaut.
Von Christine Schröpf, MZ

  • Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hat am Samstag das Papsthaus in Pentling eingeweiht. Foto: Schröpf
  • Papstsekretär Georg Gänswein (Mitte), Foto: Schröpf
  • Der Bruder des Papstes, Georg Ratzinger (Mitte), Foto: Schröpf
  • Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hat am Samstag das Papsthaus in Pentling eingeweiht. Foto: Schröpf
  • Georg Gänswein (links) segnet die kleine Johanna aus Landshut, Foto: Schröpf

Regensburg. Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hat am Samstag das frühere Privathaus des Papstes geweiht. Es wird künftig als theologische Begegnungsstätte genutzt. Besucher könnten sich hier den Lebens- und Wirkungsraum Joseph Ratzingers erschließen, sagte Müller. Sie fänden „Hinweise auf das ewige Haus, in dem wir am Ende alle geborgen sein dürfen“. Als Regensburger Theologieprofessor in den Jahren 1969 bis 1977 hatte Ratzinger hier bedeutende wissenschaftliche Arbeiten verfasst, aber auch mit seinen Geschwistern Georg und Maria schöne Stunden verbracht.

Müller überbrachte persönliche Grüße des Papstes. Bei der Einweihung war das Haus von Menschentrauben umlagert. „Die Pentlinger hängen nach wie vor am Papst“, sagt Rupert Hofbauer – langjähriger Nachbar von Joseph Ratzinger.

Prominente Gäste waren Papstsekretär Georg Gänswein und der Apostolische Nuntius in Deutschland, Jean Claude Pérrisset – und natürlich Papstbruder Georg Ratzinger. Er zeigte sich gerührt. „Ich bin nicht nur überrascht, sondern überwältigt. Ich freue mich, dass unser Haus eine Rennaissance erfahren hat.“ Herzstück ist das früherer Arbeitszimmer Joseph Ratzingers, das originalgetreu eingerichtet worden ist. Der Schreibtisch aus Nussbaum ist eine Rekonstruktion. Am Original arbeitet Benedikt XVI. heute im Vatikan. Das Möbelstück begleitet ihn seit den 50er Jahren. Ganz besonderes Erinnerungsstücke finden sich auch in einer Vitrine im Nebenraum. Es sind die „Christkindlbriefe“ der Geschwister Ratzinger aus dem Jahr 1934. Der damals Siebenjährige wünschte sich damals ein Schott-Messbuch und ein grünes Messgewand und versprach dem Christkind. „Ich wil immer schön brav sein.“

Neu ist die Papst-Benedikt Büste vor der Eingangstür. Im Garten plätschert nun auch erstmals der Brunnen, den Ratzinger zwar noch selbst angelegt hatte, aber noch nicht ans Wasser angeschlossen hatte.

Das katholische Kirchenoberhaupt hatte sein „Häusl“ in Pentling im September 2010 an die Stiftung „Papst Benedikt XVI.“ übertragen. Sein Bruder übergab die Schlüssel damals persönlich an Stiftungsdirektor Professor Rudolf Voderholzer.

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