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Bayern
Montag, 20. November 2017 5

Erfolg

Europäische Wochen auf Erfolgskurs

Mit dem neuen Konzept der 65. Europäischen Festwochen in Passau trifft der neue Intendant Thomas Bauer ins Schwarze.
Von Michaela Schabel, MZ

Intendant Thomas Bauer war bis zur letzten Vorstellung der spektakulären Inszenierung von Carl Orffs „Carmina Burana“ auch als Sänger im Einsatz. Foto: Toni Scholz

Passau.Der neue Intendant der Europäischen Festwochen strahlt. Nach der fulminanten Inszenierung von „Carmina Burana“ mit zwei voll verkauften Vorstellungen in der Passauer Dreiländerhalle zum Finale am sechsten Wochenende beweist Thomas Bauer einmal mehr, dass sein neues Konzept aufgeht.

Mit mehr Struktur und Rückbesinnung auf ein klassisches Programmangebot geht er bereits in der ersten Spielzeit auf Erfolgskurs. Statt 72 Vorstellungen 2016 waren es dieses Jahr nur 48. Dafür mit 17500 Besucher 2500 Besucher mehr als im Vorjahr. „Das Publikum hat unsere Neuausrichtung mit Begeisterung und jeder Menge positiver Rückmeldungen belohnt“, bestätigt Thomas E. Bauer. Für ihn selbst war der Klavierabend mit Griyory Sokolov eines der größten Highlights.

„Den Nerv der Zeit getroffen“

Nicht minder begeistert ist Peter Kratzer, der Schatzmeister der Festspiele Europäischen Wochen e. V. „Mit dem Festspielwochenenden haben wir den Nerv der Zeit getroffen.“ Der Kreis der Gäste weitet sich, weil das hochkarätige Programm einen Kurzurlaub über das Wochenende in der Dreiflüssestadt Passau attraktiver macht. „Wir sind auf einem brillanten Weg die Europäischen Wochen in Bayern und darüber hinaus zu etablieren.“

Rosemarie Weber, Erste Vorsitzende Festspielvereins, schwärmt nach dem Abschluss mit „Carmina Burana“ von den neuen Synergieeffekten, die Thomas Bauer in die Europäischen Wochen eingebracht hat. Durch seine künstlerischen Kontakte wird vieles erst möglich. Die Einbindung der Jugendlichen vor Ort durch die Chöre und Tanzeinlagen wurden neue Zielgruppen erreicht.

Der Initiator des „Kulturwaldes“

Thomas Bauer selbst bleibt bescheiden. Die 65. Europäischen Wochen waren für ihn „Lehrfestival“, ein Testjahr. „Für mich beginnt jetzt die Arbeit. Jetzt weiß ich, welche Formate und wie die einzelnen Vernetzungen funktionieren, wo noch was verändert werden muss.“ Als Initiator und Manager des „Kulturwaldes“ kennt Thomas Bauer die Bedeutung der helfenden Hände freiwilliger Helfer und der gesellschaftlichen Netzwerke. Am Dorf, in kleineren Städten funktionieren sie anders als in einer Stadt wie Passau. „Es wäre ein Wunder, wenn alles auf Anhieb passen würde.“ Doch der diesjährige Weg bestätigt den beschrittenen Weg. Auch in Zukunft bleiben die Europäische Wochen ein Klassikfestival mit markanten Künstlern und Einbindung der künstlerischen Szene vor Ort. Grigori Sokolov, Enoch zu Guttenberg und die Bamberger Symphoniker wollen wieder kommen, weil ihnen Passau und das EW-Festspielfieber so gut gefallen haben. Insgesamt wird sich das Kulturprogramm weiten. Die Planungen für das Wilhelm-Kempff-Klavierfestival vom 27. bis 29. Oktober 2017 haben bereits begonnen. Angedacht ist ein Osterfestival. Den Europäischen Wochen als Sommerklassikfestival , für 22. Juni bis 22. Juli 2018 geplant, folgt vom 27. bis 29. Juli 2018 ein Burghauser Nachklangwochenende. „Das Programm ist fast fertig, wird in den kommenden Wochen noch feingeschliffen und im Herbst veröffentlicht“, so Thomas E. Bauer, inklusive des Festspielballes am 6. Juli 2018.

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