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Bayern
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Auszeichnung

Flossenbürg erhält den Museumspreis 2011

Die Jury lobt die Gedenkstätte für wegweisende Ausstellungen zur Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers.

Die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg informiert die Besucher auch mit einer Außenausstellung über die Geschichte des Konzentrationslagers und über die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit.

Flossenbürg. Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (Kreis Neustadt/Waldnaab) ist am Donnerstag mit dem Bayerischen Museumspreis der Bayerischen Versicherungskammer ausgezeichnet worden. Mit dem Preisgeld von 20.000 Euro werden zwei Dauerausstellungen gewürdigt, die sich mit der Geschichte des Konzentrationslagers von 1938 bis 1949 und unter dem Titel „was bleibt“ mit den Nachwirkungen des Nazi-Lagers von 1945 bis heute beschäftigen. Gerade letztere Dauerausstellung beschreibe die westdeutsche Erinnerungskultur in all ihrer Komplexität und Widersprüchlichkeit, so Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer.

Flossenbürg war bundesweit eine der letzten Gedenkstätten, in der eine Ausstellung zur Lagergeschichte eingerichtet wurde. Sie gebe heute Antworten auf viele Fragen. Etwa: Welche Spuren bleiben von einem Tatort tausendfachen Mordens? Wie erinnert man sich der Taten? Oder: Wie lebten die ehemaligen Häftlinge nach der Befreiung mit den schrecklichen Erfahrungen der KZ-Haft weiter?

Mehr als eine viertel Million Menschen haben diese Ausstellung, konzipiert von Gedenkstättenleiter Jörg Skriebeleit und seinem Team, bislang besucht. Seit 2010 wird in der ehemaligen Häftlingsküche die Nachkriegsgeschichte von Flossenbürg als Prototyp des „vergessenen Lagers“ dokumentiert und in die Zeitgeschichte vom Ende des zweiten Weltkrieges bis heute eingebettet.

Die Jury fand das Museumskonzept so überzeugend, dass sie Flossenbürg unter 140 Bewerbern den Bayerischen Museumspreis 2011 zuerkannte. Er wird seit 1991 verliehen. Ausgezeichnet werden beispielhafte Neueinrichtungen oder Neugestaltungen mit wegweisenden Ansätzen im Bereich der Sammlungspräsentation und der didaktischen Vermittlung, aber auch museumspädagogische Konzepte mit Modellcharakter. „Flossenbürg hat den Preis in jeder Hinsicht verdient“, sagte Rainer Fürhaupter beim Festakt.

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