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Sonntag, 18. Februar 2018 2

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„Friederike“ sorgt für Hunderte Einsätze der Polizei

Zahlreiche umgestürzte Bäume, umgekippte Lastwagen und überschwemmte Unterführungen - Sturm „Friederike“ hat in Bayern für zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Verletzte gibt es nur wenige, die Schäden sind gering.

Ein Polizeifahrzeug steht mit Blaulicht auf der Straße. Foto: Patrick Seeger/Archiv

München.Bilanz nach Sturmtief „Friederike“: Mehr als 900 Mal wurde die Polizei in Bayern am Donnerstag zu Einsätzen gerufen, allein in München gab es 170 Fälle. Umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste auf den Straßen sorgten für die meisten Notrufe, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte. Verletzte habe es nicht gegeben.

Die Feuerwehr im Stadtgebiet zählte rund 70 Einsätze, die Kräfte waren vor allem mit der Räumung von Straßen beschäftigt. „Nichts Spektakuläres - wir sind glimpflich davongekommen“, sagte ein Sprecher.

Die Beamten im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken hatten rund 100 sturmbedingte Einsätze, die Schäden lagen nach Angaben der Polizei im mittleren fünfstelligen Bereich. In Nürnberg musste die Feuerwehr mehr als hundert Mal ausrücken. Verkehrsstörungen und Schäden seien „nicht so schlimm ausgefallen, wie zu erwarten war“, hieß es.

Auch wegen umgekippter Lastwagen wurde die Polizei vereinzelt alarmiert. Im Landkreis Dachau wurde ein 56 Jahre alter Fahrer lebensbedrohlich verletzt, nachdem sein Transporter von der Fahrbahn gedrückt wurde und sich überschlug. Wegen einer starken Windböe kam im Landkreis Neustadt an der Waldnaab ein Linienbus von der Straße ab und kippte um. Die vier Fahrgäste wurden leicht verletzt.

Am frühen Donnerstagabend war in den meisten Gebieten das Schlimmste überstanden. In Niederbayern waren die Beamten wegen orkanartiger Böen allerdings noch bis 22 Uhr beschäftigt. Im Landkreis Rottal-Inn war auch am Freitagmittag noch eine Kreisstraße gesperrt, weil Bäume auf die Straße gefallen waren und geborgen werden mussten.

Auch auf den Schienen war die Lage angespannt. Nachdem die Bahn am Donnerstag die Fernverbindungen in ganz Deutschland gesperrt hatte, versuchten viele, mit Regionalbahnen ans Ziel zu kommen. „Wir hatten komplett volle Züge“, sagte ein Bahnsprecher. Am Tag darauf lief der Verkehr nur schleppend an, obwohl in Bayern alle Strecken wieder frei waren. Grund dafür seien Einschränkungen auf Strecken im Norden. „Bis Morgen kann es zu Zugausfällen, Umleitungen und Verspätungen kommen“. Auch im Regionalverkehr gab es noch Einschränkungen.

Am Münchner Flughafen lief der Betrieb auch während des Sturms weiter. Rund zwanzig Flüge seien ausgefallen und es habe ein paar Verspätungen gegeben, sagte eine Sprecherin. „Beim Starten und Landen hat es aber ganz schön gewackelt.“

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