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Bayern
Dienstag, 21. November 2017 7

Theater

„Hamlet“ als wilder Thriller: Premiere an den Kammerspielen

Shakespeares „Hamlet“ hat in einer aufreibenden Inszenierung von Regisseur Christopher Rüping an den Münchner Kammerspielen Premiere gefeiert. Die drei Schauspieler Katja Bürkle, Walter Hess und Nils Kahnwald präsentierten die rund 400 Jahre alte Geschichte als spannungsgeladenen Thriller, in dessen Mittelpunkt das Blutvergießen steht. Hamlet ist in dieser Inszenierung ein völlig verrückt gewordener, selbstsüchtiger und herrischer Protagonist, der fast durchgehend die Fassung verliert.

Fahnen hängen am Schauspielhaus der Münchner Kammerspiele. Foto: Tobias Hase/Archiv

München.„Eine eindrucksvolle Inszenierung, die nachdenklich macht“, kommentierte eine Zuschauerin das zweistündige Schauspiel und sah in Rüpings Hamlet ein Abbild von Mächtigen, „die auch heutzutage lieber Blutvergießen, als andere Lösungen zu finden“. Ein anderer Gast nannte die Inszenierung schlicht „irre“, die Leistung der Schauspieler „wahnsinnig“.

Die drei Schauspieler schlüpften im Verlauf des Abends in alle relevanten Rollen - und wechselten damit auch stets zwischen Hamlets Wutausbrüchen und ruhigeren Gemütszuständen anderer Charaktere. Nils Kahnwald spielte die zweistündige Inszenierung zu einem großen Teil sitzend in einem Rollstuhl. Der Schauspieler hatte sich zwei Tage vor der Premiere bei einer Hauptprobe den Meniskus verletzt.

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