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Bayern
Dienstag, 12. Dezember 2017 5

Medien

Mehr digitale Bildung im Unterricht

In der Schule wird wenig digitales Wissen vermittelt. Die MZ bietet eine Lehrerfortbildung an – einige Plätze sind noch frei.
Von Dagmar Unrecht, MZ

Der Einsatz von Smartboards im Unterricht ist an bayerischen Schulen noch die Ausnahme. Foto: Kreissl

Regensburg.Chatten, Surfen, Posten: Jugendliche sind intensive Mediennutzer. Viele Stunden täglich verbringen junge Menschen online, schauen Videos, tauschen Nachrichten aus oder spielen Computerspiele. In der Schule ist der Umgang mit Medien oft nur am Rande ein Thema. Im Unterricht herrscht meist striktes Handyverbot. Wer sich nicht daran hält, riskiert, dass ihm das Gerät vorübergehend abgenommen wird. Ein Leben ohne Smartphone und Internetverbindung ist für Teenies – und auch viele Erwachsene – heute undenkbar. Aber wie kann man im Unterricht Medienkompetenz vermitteln? Wo eröffnen soziale Medien Chancen und welche Risiken bergen sie? Fragen wie diesen widmet sich ein ganz besonderer Fortbildungstag für Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten und aller Jahrgangsstufen, den die Mittelbayerische Zeitung am 22. November veranstaltet. Ein paar Plätze sind noch frei, Kurzentschlossene können sich noch für die Veranstaltung anmelden.

Lehrermedientag

  • Veranstaltung:

    Der MZ-Lehrermedientag mit dem Titel „Die Tageszeitung – Orientierungshilfe in der digitalen Informationsflut“ findet am 22. November 2017 im MZ-Medienhaus in der Kumpfmühler Straße 15 in Regensburg statt. Dauer: 9.30 Uhr bis 14.30 Uhr.

  • Fortbildung:

    Die Veranstaltung ist kostenlos und wird als Lehrerfortbildung von den Schulbehörden anerkannt.

  • Teilnehmer:

    Maximal 60 Lehrkräfte aller Schularten (Grundschulen, Mittelschulen, Förderschulen, Realschulen, Gymnasien, berufliche Schulen, Fach- und Berufsoberschulen und sonstige Schulen) und aller Jahrgangsstufen können daran teilnehmen.

  • Anmeldung:

    Kurzentschlossene können sich noch anmelden. Anmeldungen sind über FIBS möglich.

Der Titel des Lehrermedientags in der MZ lautet: „Die Tageszeitung – Orientierungshilfe in der digitalen Informationsflut“. Der Lehrermedientag ist eine gemeinsame Initiative der bayerischen Tageszeitungen unter der Schirmherrschaft von Kulturminister Ludwig Spaenle. Am unterrichtsfreien Buß- und Bettag findet dazu im MZ-Medienhaus eine kostenlose Veranstaltung für Lehrkräfte statt, die von den Schulbehörden als Lehrerfortbildung offiziell anerkannt wird.

In Vorträgen und Workshops informieren und diskutieren Medienexperten und Redakteure der Mittelbayerischen Zeitung unter anderem darüber, wie man erkennt, welchen Nachrichten man trauen kann und wie bayerische Zeitungsverlage auf die medialen Herausforderungen reagieren. Der Umgang mit sozialen Netzwerken wird beim Lehrermedientag ein zentrales Thema sein. Aber auch die Frage, wie Schulen ihre Pressearbeit verbessern können, wird eine Rolle spielen. „Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation in unserer digitalen Welt“, ist Josef Pöllmann, geschäftsführender Chefredakteur der Mittelbayerischen Zeitung, überzeugt. Lehrer seien wichtige Multiplikatoren, um Schüler für dieses Thema zu sensibilisieren.

Mit Medien leben lernen

Als externe Referentin wird Esther Christmann vom Amt für Jugend und Familie beim Lehrermedientag dabei sein. Sie ist Medienpädagogin an der Jugendschutzstelle Regensburg und bietet ein Workshop an zum Thema „Herausforderung: digitale Mediennutzung Jugendlicher – Mit Medien leben lernen“. Dabei wird sie sich unter anderem mit gefährdenden Netzinhalten, problematischer Mediennutzung und möglichen Handlungsstrategien beschäftigen. „Für Jugendliche ist es wichtig, zu lernen wie man mit digitalen Medien umgeht“, so Christmann. „Wie sollen Kinder und Jugendliche lernen, wie man die digitale Welt am besten nutzt, wenn in den Räumen, in denen Wissen vermittelt wird, wie zum Beispiel in Schulen, Smartphones verboten sind?“ Wichtig sei es, Interesse an der Lebenswelt der Jugendlichen zu zeigen. Die Vermittlung von Medienkompetenz beinhalte nicht nur Medienbildung, sondern auch vernünftige Umgangsformen – Verhaltensweisen, die auch Erwachsenen nicht immer beherzigen: „Es muss klar sein, dass ich während eines Gesprächs nicht auf mein Handy schaue“, so die Medienpädagogin. Ihr Workshop bietet Lehrern Gelegenheit, über ihr eigenes, digitales Medienverhalten zu reflektieren und zugleich die Mediennutzung der Schüler zu analysieren.

Mit Medienwandel mithalten

„In Zeiten von Hate Bots, Fake News und Lügenpresse-Vorwürfen ist dieser Aktionstag wichtiger denn je“, betont Markus Rick. Er ist Hauptgeschäftsführer des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger, der die Initiative koordiniert.Lehrkräfte müssten mit dem rasanten Medienwandel mithalten und ihn kompetent vermitteln können, so Rick.

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