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Wissenschaft

Neuer Sammelband über fränkischen Astronomen Simon Marius

Er hat fast zeitgleich wie Galileo Galilei die Jupitermonde entdeckt: Über den Ansbacher Hofastronomen Simon Marius (1573-1624) erscheint am 13. Oktober ein neuer Sammelband. Für „Simon Marius und seine Forschung“ haben die Astronomie-Historiker Hans Gaab und Pierre Leich 16 Beiträge verschiedener Wissenschaftler zusammengetragen. Die Aufsätze geben den aktuellen Forschungsstand wieder und stellen Marius zudem als Kalendermacher vor, wie Leich, zugleich Präsident der Simon Marius Gesellschaft, mitteilte.

Nürnberg.Der Hofastronom der Ansbacher Markgrafen stand lange im Schatten seines berühmten Zeitgenossen Galileo Galilei. Dieser bezichtigte ihn sogar des Plagiats. Denn kurz nach der Erfindung des Teleskops entdeckten beide Astronomen fast zeitgleich die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Dies war von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des heutigen Weltbildes. Am 8. Januar 1610 sah Marius die Jupitermonde - nur einen Tag später als der Italiener.

Dieser war aber bedeutend schneller bei der ausschlaggebenden Veröffentlichung im Jahr 1610. Erst vier Jahre später publizierte Marius sein Hauptwerk „Mundus Iovialis“ (Die Welt des Jupiters). Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde nachgewiesen, dass der fränkische Astronom seine Beobachtungen unabhängig von Galilei gemacht hatte.

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