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Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Feste

O'zapft is: Oktoberfest beginnt in München

München startet am Samstag für gut zwei Wochen in den Ausnahmezustand: Auf der Theresienwiese beginnt das Oktoberfest. An die sechs Millionen Gäste werden erwartet; die Sicherheitsvorkehrungen wurden nochmals angepasst.

Ein Oktoberfest-Bierzelt auf der Theresienwiese in München. Foto: Peter Kneffel

München.In München heißt es am Samstag wieder „O'zapft is“: Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wird um Punkt 12.00 Uhr das erste Fass Bier anzapfen und damit die Wiesn eröffnen. Wie jedes Jahr wird mit Spannung erwartet, wie viele Schläge er dazu braucht. Erst ab 9.00 Uhr dürfen die Besucher heuer auf das Gelände - im vergangenen Jahr war es noch eine Stunde früher.

Ausgerechnet für den Anstich ist mieses Wetter angesagt: Regen und kühle Temperaturen. Regenschirme dürfen die Besucher allerdings mitnehmen, auch wenn Rucksäcke und große Taschen aus Sicherheitsgründen erneut verboten sind.

Angesichts der latenten Terrorgefahr haben die Behörden ihr Sicherheitskonzept für das größte Volksfest der Welt nochmals ausgeweitet. Wie schon im Vorjahr ist das Gelände umzäunt, an den Eingängen gibt es Kontrollen.

Polizeibeamte mit am Körper befestigten Kameras, sogenannte Bodycams, zusätzliche Videokameras und mehr Blumenkübel als Zufahrtssperren gehören zu den erweiterten Maßnahmen. Über eine Lautsprecheranlage sollen zudem Besucherströme bei einem möglichen Alarm besser geleitet werden.

Neu auf der Wiesn sind auch eine ganze Reihe von Fahrgeschäften, darunter eine Achterbahn mit einer ausschwingenden Gondel und ein 80 Meter hohes Kettenkarussell namens „Jules Verne Tower“. Im Südteil des Festgeländes auf der „Oidn Wiesn“ mit historischen Fahrgeschäften und Blasmusik rollt erstmals eine mehr als hundert Jahre alte Kindereisenbahn. Das Festzelt „Zur Schönheitskönigin“ will heuer die Wirtshauskultur der Volkssänger neu beleben.

Die Maß Bier kostet dieses Jahr bis zu 10,95 Euro, 25 Cent mehr als im Vorjahr. Wiesnchef Josef Schmid (CSU) war mit seinem Vorschlag einer Bierpreisbremse gescheitert. Er wollte den Bierpreis für drei Jahre auf dem Vorjahresniveau einfrieren.

Das 184. Oktoberfest dauert in diesem Jahr 18 Tage - weil es bis zum 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, verlängert wird. Es ist damit die längstmögliche Wiesn. An die sechs Millionen Besucher werden erwartet.

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