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Bayern
Sonntag, 24. September 2017 21° 3

Unfall

Passau: Zwei Tote nach Unwetter

Bei Aufräumarbeiten im Landkreis Passau starben zwei Menschen. Schwere Gewitter haben heftige Schäden hinterlassen.
Von Mathias Wagner, MZ

Heftige Unwetter haben am Freitagabend in Bayern Schäden hinterlassen. Foto: dpa

Passau.Schwere Unwetter haben am Freitag vor allem im Landkreis Passau heftige Schäden verursacht. Bei den Aufräumarbeiten am Wochenende starben offensichtlich zwei Männer. Im Bereich Pocking war laut Pressestelle des Landratsamtes ein Dachdecker abgestürzt. Er hatte gesundheitliche Probleme und wurde beim Sturz tödlich verletzt. Bei Hauzenberg starb ein 94-Jähriger. Er wurde neben einer Leiter entdeckt. Ein direkter Zusammenhang mit den Aufräumarbeiten ist wahrscheinlich.

Das Unwetter hat große Flächen vor allem im Raum Passau verwüstet. Neben überfluteten Straßen und Kellern sowie Stromausfällen blockierten viele Bäume die Straßen. Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz und Malteser Hilfsdienst sind auch am Sonntag noch im Dauereinsatz. Am Samstag hatten sie zusammen mit der Polizei vor allem dafür gesorgt, dass der Verkehr auf den Hauptachsen im Landkreis Passau weitgehend fließen kann und Umleitungsstrecken eingerichtet werden konnten. Auch wurden durch Baumsturz in ihren Häusern eingeschlossene Personen befreit. Für den Landkreis wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Über die Aufrechterhaltung des Katastrophenfalles soll am Sonntagsabend entschieden werden.

In den Wäldern des Landkreises gibt es erhebliche Schäden zu verzeichnen. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner wird sich am Sonntagsnachmittag vor Ort selbst ein Bild von der Lage machen. Landrat Franz Meyer und sein Stellvertreter Raimund Kneidinger sprechen von einer „Veränderung des Landschaftsbildes in manchen Landkreisteilen“. Sie warnen: „Das Betreten von Waldstücken ist auf Wochen lebensgefährlich.“

Im österreichischen St. Johann am Walde, rund 70 Kilometer von Passau entfernt, sind beim Einsturz eines Festzeltes zwei Menschen ums Leben gekommen. Heftige Orkanböen hatten das Zelt am Freitagabend umgeblasen.

Das Unwetter, das in der Nacht zum Samstag über weite Teile Bayerns zog, hat etwa 40 Stromausfälle verursacht. Wie die Bayernwerk AG mitteilte, mussten mehr als 40 000 Haushalte und Betriebe im Bayernwerk-Netzgebiet zeitweise ohne Strom auskommen. Mehrere zentrale Versorgungsleitungen und zwei Umspannwerke seien mehrere Stunden vom Netz gewesen. Besonders betroffen waren den Angaben zufolge die Region Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf) und der Raum um Passau (Niederbayern). Als häufigste Ursache für die Stromausfälle nannte das Bayernwerk Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume.

Auch das Chiemsee-Summer-Festival im bayerischen Übersee wurde nach einem Unwetter abgebrochen. Dort mussten laut Veranstalter zuvor rund 50 Festival-Besucher medizinisch behandelt werden, „darunter auch viele, die durch die Ereignisse verängstigt waren und eine psychologische Betreuung in Anspruch genommen haben“.

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