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Bayern
Mittwoch, 24. Januar 2018 5

Theater

„Philipp Lahm“ am Residenztheater: Lob der Langeweile

Dass eine Meditation über die Langeweile so gar nicht langweilig sein muss, hat am Samstag die Premiere von „Philipp Lahm“ am Münchner Residenztheater gezeigt. Das Stück in der Regie von Robert Gerloff zeigt den Ex-Fußballstar Philipp Lahm bei der Ausführung diverser Alltagstätigkeiten wie Nägelschneiden oder Fernsehen.

Ex-Fußballprofi Philipp Lahm auf Benefiz-Gala in München. Foto: Ursula Düren

München.„Fernsehen und früh ins Bett gehen, das ist eine Haltung“, sagt Lahm, gespielt von Gunther Eckes, an einer Stelle. „Das Leben ist doch eine feine Sache, das hat echt nur Vorteile“, an einer anderen. Keine Konflikte, kein Drama: Wie komisch das sein kann, zeigt Eckes. Er spielt den ehemaligen Fußballer von Bayern München mit stoischem, naivem Dauergrinsen, zwischendurch bringt er Tanz- und Singeinlagen, die von Gelächter aus dem Publikum begleitet werden.

„Philipp Lahm“ ist ein Spiel mit den Erwartungshaltungen der Öffentlichkeit. „Es geht darum, den Nicht-Skandal zu ertragen“, hatte der Autor des Stücks, Michel Decar, der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Selten war es unterhaltsamer, dieser Pflicht nachzukommen.

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