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Bayern
Dienstag, 26. September 2017 21° 1

Kriminalität

Rad-Diebe werden nur selten erwischt

Nur jedes neunte in Bayern gestohlene Fahrrad taucht wieder auf. Statistisch werden pro Tag 80 Räder gestohlen.

Oft lassen Diebe nur das angekettete Hinterrad zurück. Foto: Martin Gerten/dpa

München.Fahrraddiebe in Bayern werden immer seltener gefasst. Im vergangenen Jahr wurden gerade einmal 11,2 Prozent (3231 Fälle) der gestohlenen Drahtesel von der Polizei ermittelt. Insgesamt wurden 2016 knapp 29 000 Fahrräder und damit statistisch gesehen knapp 80 Fahrräder am Tag als gestohlen gemeldet. Dies geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor, die der Deutsche Presse-Agentur vorliegt. Damit geht die Aufklärungsquote seit 2012 stetig zurück; damals konnte noch in 14,7 Prozent der Fälle ein Täter ermittelt werden. Vor fünf Jahren hatte jedoch die Zahl der gestohlenen Räder mit mehr als 30 800 noch deutlich über dem Vorjahreswert gelegen.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes richten Fahrraddiebe in Bayern aber einen immer höheren Schaden an: 14,6 Millionen Euro betrug der Gesamtschaden der verschwundenen Fahrräder im vergangenen Jahr. Das sind rund 900 000 Euro mehr als im Vorjahr. Ein Grund dafür sei der Diebstahl sehr hochpreisiger Modelle wie Elektrofahrräder.

Gestohlene Autos werden häufiger gefunden

Mit der Aufklärungsquote steht Bayern im Vergleich zum Bund aber immer noch deutlich besser dar. 2016 lag die Quote dort bei 8,8 Prozent, 2012 waren es noch 9,7 Prozent gewesen. Spitzenreiter unter den Bundesländern waren im vergangenen Jahr übrigens Thüringen und Niedersachsen. Im Nordwesten wurden 13,4 Prozent (2012: 16 Prozent), in Thüringen konnten 2016 gar 14,7 Prozent (2012: 14,4 Prozent) der gestohlenen Räder beziehungsweise ihre Täter ermittelt werden.

Um die Chancen auf das erfolgreiche Aufspüren der Täter zu verbessern, empfiehlt die Polizei die Verwendung geeigneter Schlösser sowie Maßnahmen zur Identifizierung der Fahrräder. Opfer gestohlener Autos können sich in Bayern übrigens deutlich größere Hoffnungen auf eine Aufklärung machen – hier lag die Quote 2016 bei 57,5 Prozent (2012: 60,8 Prozent).

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