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Bayern
Donnerstag, 29. September 2016 24° 3

Beziehungen

Sobotka zu Besuch bei Seehofer

Der tschechische Ministerpräsident kommt am 10. März nach München. Gesprächsthema ist auch ein besserer Bahnverkehr.
Von Christine Schröpf, MZ

Kennen sich von einer Reihe von Gesprächen: Bohuslav Sobotka und Horst Seehofer – hier bei einem Treffen im Juli 2014 in Prag. Foto: dpa

München.Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer empfängt am 10. März in München den tschechischen Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka. Die Staatskanzlei bestätigte am Dienstag den Termin. An den letzten Feinheiten des Programms wird noch gearbeitet. Der Besuch Sobotkas war ursprünglich bereits für Sommer 2015 geplant, war dann aber kurzfristig wegen der Griechenlandkrise verschoben worden. Seehofer war wegen eines Abstimmungsgesprächs im Kanzleramt mit Regierungschefin Angela Merkel verhindert. Sobotka hatte dafür Verständnis gezeigt.

Die Beziehung zwischen Bayern und Tschechien haben sich seit 2010 deutlich verstärkt – Auslöser war Seehofers Besuch in Prag, die erste offizielle Visite eines bayerischen Ministerpräsidenten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Die Benes-Dekrete zur Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg hatten bis dahin die Beziehungen überschattet. Inzwischen ist zwischen den Nachbarländern Normalität eingekehrt. Bayern hat Ende 2014 in der Altstadt von Prag auch eine eigene Repräsentanz eröffnet.

Vom neuesten Termin am 10. März hatte am Montag zunächst der Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, am Rande eines Termins in Weiden erzählt. Finanzminister Markus Söder präsentierte dort die Ergebnis eines bayerisch-tschechischen Entwicklungsgutachtens für das Grenzgebiet. Posselt verwies darauf, dass bessere Verkehrsanbindungen zwischen Bayern und Tschechien beim Gespräch Seehofers und Sobotkas ein wichtiges Thema sein werden. Vor allem die Zuganbindung im Nah- und Fernverkehr sei weiter unbefriedigend. „Es ist eine Schande. Wir brauchen ein Verkehrsprojekt ‚Europäische Einheit‘ mit der Oberpfalz als Mittelpunkt“, sagte Posselt.

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