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Bayern
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Schulen

SPD: Chance auf modernes Gymnasium wird versemmelt

Kurz vor Schuljahresanfang wirft die Landtags-SPD dem Kultusministerium fehlenden Mut bei der Reform des Gymnasiums in Bayern vor. „Wir hätten die Chance, das Gymnasium neu aufzustellen - doch die wird im Moment versemmelt“, sagte der Vorsitzende des Landtags-Bildungsausschusses, Martin Güll (SPD), der Deutschen Presse-Agentur.

Stühle stehen in einem leeren Klassenzimmer auf den Tischen. Foto: Jens Kalaene/Archiv

München.Unter Federführung des Kultusministeriums werden seit einigen Monaten die Details erarbeitet, wie das Gymnasium nach der beschlossenen Rückkehr zu neun Jahren Regeldauer aussehen soll. Offizielles Startdatum für die Reform ist in einem Jahr. De facto aber starten an den Gymnasien jetzt die ersten Fünftklässler, die das G9 durchlaufen werden - in der fünften Klassen bleibt zunächst alles beim Alten.

Güll sagte, eigentlich müsste sich das Gymnasium von einer Pauk- zu einer Arbeitsschule ändern, in der Schüler viel stärker individuell arbeiten könnten. Es müsste eine umfassende Berufsvorbereitung auf verschiedene Berufsfelder geben. Zudem müsste sich die Lebenswirklichkeit stärker in den Lehr- und Lernplänen abbilden, mit digitaler Bildung von der ersten Minute an und mit mehr Alltagstauglichkeit. Das alles komme im Moment zu kurz. Und „das bisschen Digitalisierung“, das hinzukommen solle, reiche nicht aus.

Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) will am Freitagvormittag Zahlen und wesentliche Neuerungen zum neuen Schuljahr vorstellen. Dieses beginnt am kommenden Dienstag, nach sechs Wochen Sommerferien.

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