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Bayern
Mittwoch, 13. Dezember 2017 5

Landtag

Staatssekretär Eck warnt vor „Killerdroge“ Crystal

Die Droge Crystal Meth breitet sich in Bayern aus. Staatsminister Eck betont die Wichtigkeit von Schleierfahndung. Die SPD will mehr Geld für Prävention.

Fund der synthetischen Droge Crystal. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv

München.Die Modedroge Crystal ist in Bayern weiter auf dem Vormarsch. Das geht aus einem Bericht von Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) hervor, den dieser am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags vorgetragen hat. In den ersten neun Monaten 2017 habe die Polizei mit rund 3,7 Kilogramm deutlich mehr Crystal sichergestellt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (2,6 Kilogramm), sagte Eck laut Mitteilung des Innenministeriums.

Nach Beobachtung von Drogenfahndungsexperten schlössen sich offenbar immer mehr Konsumenten und Kleindealer zu Einkaufsgemeinschaften zusammen, um gemeinsam zum Crystal-Erwerb nach Tschechien zu fahren. Umso wichtiger sei die Schleierfahndung im grenznahen Raum. Eck warnte eindringlich vor den Gefahren: „Crystal ist eine hochgefährliche Killerdroge mit großem Suchtpotenzial.“ Von Januar bis einschließlich September 2017 gingen nachweislich zehn Rauschgifttodesfälle in Bayern auf Crystalkonsum zurück.

Die SPD-Fraktion kritisierte die Aussagen Ecks als „späte Erkenntnis“. „Es ist etwas bedauerlich, dass diese Erkenntnis dem Herrn Staatssekretär nicht bereits gekommen ist“, sagte die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Landtag Kathrin Sonnenholzner (SPD). Neben der Schleierfahndung seien mehr finanzielle Mittel für Prävention nötig.

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