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Bayern
Donnerstag, 14. Dezember 2017 7

Migration

Syrien, Wegscheid, Passau – Regensburg

Die MZ schaut genau hin: Was erleben Flüchtlinge, Helfer, Anwohner? Was sind die Fakten? Eine Multimedia-Reportage.

Ein Flüchtling in der Erstaufnahmeeinrichtung in Regensburg Foto: Andrea Rieder

Regensburg.Das Wort des Jahres 2015 dürfte schon jetzt klar sein, zumindest nach quantitativen Aspekten: Flüchtling. Auch im Plural, oder als Flüchtlingskrise, -problem, -chaos. Aber auch im Verbund mit Wörtern wie Chance, Hoffnung, Hilfe. Es vergeht kein Tag, an dem sich Politiker nicht zum Thema äußern. Doch es ist nicht nur die Politik, für die der andauernde Zustrom von Menschen, die zu Zigtausenden aus Syrien vor einem blutigen Bürgerkrieg fliehen, zum Thema geworden ist.

Wie ist die Situation an der deutsch-österreichischen Grenze bei Wegscheid wirklich? Wie ist die Lage in Passau, sind die Zustände tatsächlich chaotisch? Wer hilft alles in einer Erstaufnahmeeinrichtung wie jener in Regensburg, wie sind die Erfahrungen jener, die Tag für Tag mit den Schicksalen umgehen? Summa summarum: Was zeigt ein Blick hinter die Kulissen und über den Tellerrand politischer Statements hinaus? Die Volontäre der Mittelbayerischen Zeitung haben sich noch vor den Attentaten von Paris auf eine Spurensuche begeben: in Wegscheid, in Passau, in Regensburg und im Urwald der Daten und Fakten zum Thema. Herausgekommen ist eine multimediale Reportage von Philipp Froschhammer, Mario Geisenhanslüke, Bettina Griesbeck, Johannes Heil, Claudia Pollok, Andrea Rieder, Philipp Seitz und Jana Wolf in vier Kapiteln:

Kapitel 1 –Von Grenzen und Nächstenliebe

Mit ihrem gesamten Hab und Gut marschieren die Flüchtlinge in Richtung Polizeibus. Doch keiner der Flüchtlinge weiß, wie es weitergeht. Foto: Philipp Seitz

In Wegscheid bekommen die Bürger wenig von den Flüchtlingen mit. Nur die Anwohner an der Grenze klagen.

Kapitel 1

Wegscheid – ein kleiner Ort an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Hier kommen seit Wochen Flüchtlinge in Scharen über die Grenze. Philipp Froschhammer und Philipp Seitz waren zwei Tage lang im Grenzgebiet. Sie haben mit den Bewohnern von Wegscheid gesprochen, viel Hilfsbereitschaft gefunden – aber auch Klagen gehört: über Umsatzeinbußen und Müll. Und Bewohner, die sagen: „Den offenen Grenzübergang von einst, den gibt es nicht mehr.“ Hier geht es zum ersten Kapitel der Multimedia-Reportage.

Kapitel 2 – Außen ruhig und innen traurig

Raed Abouaskar (22) aus dem Libanon und Mohamad al Soufi (23) aus Syrien kommen in Passau an. Foto: Jana Wolf

Passau ist nur eine Zwischenstation – für 4500 Menschen pro Tag. Ganz wichtig ist ein kleines Plastikarmband.

Kapitel 2

„There is no more Syria“ – „Es gibt kein Syrien mehr“. Das sagen Flüchtlinge, die in Passau ankommen, über ihre Heimat, die vom Bürgerkrieg zerstört ist. Jana Wolf und Johannes Heil haben sich in Passau umgeschaut. Das Chaos, von dem oft die Rede ist, haben sie nicht gesehen. Dafür haben sie mit Flüchtlingen, Helfern, Polizisten, dem Oberbürgermeister und dem Landrat gesprochen – und gesehen, wie wichtig ein kleines Plastikarmband sein kann, das für Fairness sorgen soll. Hier geht es zum zweiten Kapitel der Multimedia-Reportage.

Kapitel 3 – Hoffen auf eine bessere Zukunft

Maher Al Khadra ist aus Syrien geflohen. In Regensburg hofft er, mit seiner Familie überleben zu können. Foto: Andrea Rieder

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Regensburg ist zu einem Lebensmittelpunkt geworden: für Flüchtlinge und auch für Helfer.

Kapitel 3

26 000 Asylbewerber wurden in der Erstaufnahmeeinrichtung seit Dezember 2014 registriert. Ein Zaun und ein Rolltor trennen das Leben in der Pionierkasenerne vom restlichen im Regensburger Osten. Wie leben die Flüchtlinge? Wer hilft dort? Aber auch: Was sagen die Menschen außerhalb der Einrichtung? Andrea Rieder und Mario Geisenhanslüke haben die verschiedenen Menschen getroffen und erzählen ihre Geschichten in einer Kaleidoskop-Reportage. Hier geht es zum dritten Kapitel der Multimedia-Reportage.

Kapitel 4 – Ein neues „zu Hause“ in der Oberpfalz

In der Erstaufnahmeeinrichtung Regensburg stellen die Syrer die größte Gruppe unter den Flüchtlingen. Foto: Screenshot/MZ-Infografik

Verteilschlüssel, Familiennachzug, Zahl der männlichen Flüchtlinge – Fakten für die nächste Stammtischdiskussion

Kapitel 4

Wie geht es für Flüchtlinge nach der Erstaufnahmeeinrichtung weiter? Welche Kommunen müssen wieviele Flüchtlinge aufnehmen? Wo kommen sie Flüchtlinge her? Kommen fast nur Männer aus dem Nahen Osten, wie meist behauptet wird? Bettina Griesbeck und Claudia Pollok haben sich durch den Dschungel von Zahlen und Fakten gekämpft – und erklären das Wesentliche in interaktiven Grafiken. Denn bei Vorurteilen sagen Zahlen oft mehr als 1000 Worte. Hier geht es zum vierten Kapitel der Multimedia-Reportage.

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