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Bayern
Montag, 18. Dezember 2017 1

Tiere

Trupps suchen im Bayerwald Wölfe

Eines der Raubtiere, die im Oktober freikamen, scheint sehr abgemagert. Ein zweiter Wolf wird im Landkreis Passau vermutet.

Ein Wolf blickt in die Kamera. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Grafenau.Vier Wochen, nachdem Unbekannte Wölfe aus dem Gehege des Nationalparks Bayerischer Wald freigelassen haben, dauert die Suche nach zwei noch vermissten Tieren an. Suchtrupps seien im Einsatz, um die Wölfe möglichst lebend einzufangen, sagte ein Sprecher des Nationalparks am Freitag. Hinweisen zufolge wird einer der Wölfe im nördlichen Landkreis Passau vermutet, der zweite im Falkensteingebiet des Nationalparks nahe der tschechischen Grenze. Letzterer scheint abgemagert zu sein. Auch in Tschechien wird nach den Wölfen aus Bayern gesucht.

Bei einem kürzlich in der Nähe von Sankt Englmar im Landkreis Straubing-Bogen gesichteten vermeintlichen Wolf dürfte es sich nach der Auswertung von Fotos wohl um einen wolfsähnlichen Hund oder einen Wolfshund gehandelt haben, teilte die Nationalparkverwaltung mit. Inzwischen seien zudem bei drei gerissenen Schafen DNA-Proben genommen worden, um zu klären, ob sie von einem Wolf getötet wurden. Die Ergebnisse lägen jedoch noch nicht vor, sagte der Sprecher.

Anfang Oktober waren sechs Wölfe aus dem sechs Hektar großen Freigehege des Nationalparks bei Lindberg (Landkreis Regen) gelangt. Unbekannte hatten nach Angaben der Polizei ein Vorhängeschloss an einem Tor entfernt. Ein Wolf war wenige Stunden nach seinem Entwischen von einem Zug erfasst worden. Zwei Wölfe wurden in den Tagen danach erschossen. Ein viertes Tier geriet Mitte Oktober in eine der aufgestellten Lebendfallen. Mitarbeiter brachten es in das Freigehege zurück. Drei weitere Wölfe waren nicht entlaufen.

Die Nationalpark-Verwaltung war nach Schüssen auf Wölfe teilweise ins Fadenkreuz der Kritik geraten.

„Er ist wieder da“: Eine Ausnahme-Story über den Wolf, von Nina Schellkopf und Mario Geisenhanslüke

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