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Dienstag, 24. Oktober 2017 13° 5

Streit

Wegen Sonneborn: Eklat im Parlament

Manfred Weber regt sich über eine Rede von Martin Sonneborn auf, weil dieser über den verstorbenen Helmut Kohl spottete.

Straßburg.Aufregung im Europaparlament: Der CSU-Europaabgeordnete Manfred Weber aus dem Landkreis Kelheim regte sich auf, weil Martin Sonneborn von der Partei „Die Partei“ davon sprach, dass er dafür gesorgt habe, dass „die Kanzler-Altlast Helmut Kohl vom Netz genommen“ worden sei. Der Satiriker und Politiker Sonneborn bekam zum zweiten Mal die Gelegenheit, im Europaparlament eine Rede zu halten und sorgte wie gewohnt für Irritationen. Darüber berichten mehrere Medien.

„Wenn man über einen Toten so spricht, wie der Herr Sonneborn gerade über Helmut Kohl gesprochen hat, dann ist das inakzeptabel und ich fordere, dass das Präsidium sich damit beschäftigt.“

Manfred Weber

In einem Video ist der Clinch der beiden Politiker zu sehen. Nach Sonneborns Rede meldete sich der Weber zu Wort und zeigte sich empört: „Wenn man über einen Toten so spricht, wie der Herr Sonneborn gerade über Helmut Kohl gesprochen hat, dann ist das inakzeptabel und ich fordere, dass das Präsidium sich damit beschäftigt. Dieses Verhalten ist eines Parlamentariers nicht würdig.“ Weber erntete Applaus der Kollegen im Parlament. Die Sitzungsleiterin versprach, dass man sich um den Fall kümmern werde. Zuvor erklärte Sonneborn noch, er habe „die Engländer nach Hause geschickt“ und „Martin Schulz entmachtet und zum SPD-Kanzlerkandidaten degradiert“. Gescheitert sei er damit, „das Orban-Regime und die polnische Piss-Partei demokratische Grundwerte zu lehren“.

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