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Hochschulen

Zehntausende Unterschriften gegen Tierversuche an Privatuni

Das Klinikum Nürnberg unterstützt für Forschungszwecke Tierversuche einer Privatuni an Mäuse und Ratten. Dagegen haben bereits 54 000 Menschen im Internet unterschrieben. Ändern wird das allerdings nichts.

In einem Labor wird eine Labormaus für einen Versuch vorbereitet. Foto: J.-P. Kasper/Archiv

Nürnberg.Mehr als 54 000 Menschen haben sich an einer Online-Petition gegen Tierversuche an Mäusen und Ratten in einer Nürnberger Privatuni beteiligt. Die gesammelten Unterschriften seien an die Genehmigungsbehörden und den Vorstandsvorsitzenden des Nürnberger Klinikums gesendet worden, berichtete am Montag Simon Fischer von der Aktionsgruppe Tierrechte Bayern. Das Klinikum hat die Kosten von knapp 500 000 Euro für das Labor vorfinanziert. Mit bis zu 100 Mäusen und 20 Ratten soll dort an künstlich gezüchteten Knorpeln und Sehnen geforscht werden. „Tierversuche stoßen mittlerweile in der breiten Bevölkerung auf Ablehnung“, sagte Fischer.

Nach den Worten von Kliniksprecher Bernd Siegler läuft das Genehmigungsverfahren weiter. Die Online-Petition nehme man zur Kenntnis. „Das Thema Tierversuche ist erwartungsgemäß sehr emotional. Die ethische Entscheidung dafür oder dagegen muss jeder für sich treffen.“ Regional habe sich der Protest in Grenzen gehalten, meinte Siegler. Zu einer Kundgebung in Nürnberg seien nur 70 Menschen gekommen. Bei der Präsentation des Klinikums auf der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am vergangenen Wochenende hätten nur drei Leute Fragen zu den Tierversuchen gestellt.

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