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Niederbayern
Mittwoch, 23. August 2017 27° 1

Verkehr

Baubeginn für Neufahrner Kurve

Ostbayern, die mit dem Zug zum Münchner Flughafen wollten, müssen bislang in Freising in den Bus. 2018 soll damit Schluss sein.

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Neufahrn. Menschen aus Ostbayern sollen bald schneller mit der Bahn zum Flughafen München kommen. Am Montag hat im oberbayerischen Neufahrn der Bau der sogenannten Neufahrner Kurve begonnen. „Das ist gut für den öffentlichen Nahverkehr, und ein weiterer Schritt in eine leistungsfähigere Anbindung des Flughafens“, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) beim Spatenstich. Die neue Verbindung zur Bahn-Trasse München-Regensburg, die damit direkt an den Flughafen angebunden wird, ist rund 2,3 Kilometer lang.

Das Projekt kostet etwa 91 Millionen Euro. Bund und Bayern zahlen davon je die Hälfte. Von Ende 2018 an soll die Verbindung genutzt werden können. Derzeit müssen Fluggäste aus der Oberpfalz, aus Oberfranken und Niederbayern, die mit der Bahn anreisen, in Freising in den Bus umsteigen, um den Airport zu erreichen.

Einmal pro Stunde von Regensburg aus zum Flughafen

„Künftig können Bahnreisende dann eine direkte, stündliche und komfortable Schienenanbindung von Regensburg über Landshut, Moosburg und Freising zum Münchner Flughafen nutzen“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). So soll sich die Fahrzeit zum Beispiel zwischen Landshut und dem Flughafen von bisher rund einer Stunde auf nur noch eine halbe Stunde halbieren.

Die Neufahrner Kurve nütze Tausenden Reisenden sowie dem Wirtschaftsstandort Bayern. „Der Bund, der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn schaffen so leistungsfähige Infrastruktur für die Mobilität von morgen“, betonte der Vorstand für Infrastruktur und Dienstleistungen der Deutschen Bahn AG, Volker Kefer.

Über die bessere Anbindung Ostbayern an den Münchner Flughafen wurde mehr als zehn Jahre diskutiert. Dabei wurde auch über Alternativen wie die Marzlinger Spange gestritten, die lange Zeit von den Städten Marktredwitz, Regensburg, Landshut und Passau gefordert wurde. Doch die Neufahrner Kurve hat laut einer Studie das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis und ist am schnellsten umzusetzen. „Diese Anbindung ist längst überfällig, der fehlende Schienennetzanschluss des Münchner Flughafens ist schon ein Planungsfehler beim Bau des Münchner Flughafens gewesen“, meinte der kommunalpolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Jürgen Mistol aus Regensburg, am Montag mit.

Hubert Aiwanger, Vorsitzender Landtagsfraktion der Freien Wähler, sagte: „Die Politik muss dafür sorgen, dass es keine weiteren Verzögerungen mehr gibt. Wir wollen in spätestens vier Jahren mit dem Zug ohne Umsteigen zum Flughafen fahren können.“(dpa)

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