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Oberpfalz
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Mobilität

Erster fahrerloser Bus genehmigt

Regierung der Oberpfalz gibt grünes Licht für Shuttlebus, der ab Ende Oktober im niederbayerischen Bad Birnbach fahren soll.

So sieht der Bus aus, der ab Ende Oktober verkehren soll. Foto: COSALUX / Stanko Beronja

Regensburg.Grünes Licht für den ersten fahrerlosen Bus Deutschlands: Die Regierung der Oberpfalz hat heute der erteilte dem Nahverkehrsunternehmen Regionalbus Ostbayern GmbH(RBO) die Ausnahmegenehmigung für einen elektrisch betriebenen, fahrerlosen Kleinbus erteilt, der ab Ende Oktober im niederbayerischen Kurort Bad Birnbach unterwegs sein wird. Der Kleinbus befördert bis zu sechs Fahrgäste, er wird auf der etwa 1,5 Kilometer langen Strecke zwischen der Rottal Terme und dem Ortszentrum Bad Birnbach unterwegs sein. Der Bus verfügt weder über einen aktiven Fahrer noch ein Lenkrad. Seinen Weg findet das elektrisch angetriebene Fahrzeug mittels eines speziellen Systems aus Kameras, Abstandsmessern, Sensoren und eines GPS-Moduls. Der fahrerlose Bus wird von der RBO in Bad Birnbach auf seine Alltagstauglichkeit getestet. Die RBO kooperiert für das Projekt mit der Deutschen Bahn, der Marktgemeinde Bad Birnbach und dem TÜV Süd. Vorgestellt worden war das Projekt bereits Ende April.Laut dem Technologie-Portal t3n soll der Betrieb Ende Oktober starten.

Stephan Pfeiffer von der Konzernentwicklung der Deutschen Bahn erklärt, inwiefern autonomes Fahren den Verkehr revolutionieren wird:

Video: DB

Obwohl der Bus in Niederbayern verkehrt, ist die Regierung der Oberpfalz für die Genehmigung zuständig. Die in Regensburg ansässige Behörde ist aufgrund einer Sonderzuständigkeit als einzige Genehmigungsbehörde in Bayern befugt ,für ein solches Projekt nötige Ausnahmegenehmigungen von den technischen Normen der Straßenverkehrszulassungsordnung zu erteilen. Aus Sicherheitsgründen darf der selbstfahrende Bus laut Regierung der Oberpfalz maximal 15 km/h schnell fahren. An Bord des Busses muss sich zudem immer ein Mensch befinden, der als sogenannter „Sicherheitsoperator“ tätig ist. Außerdem hat die Regierung der Oberpfalz in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr weitere sicherheitsrelevante Auflagen im Genehmigungsbescheid verfügt.

Die wichtigste dieser Auflagen: Für den „Sicherheitsoperator“ muss ein jederzeit greifbarer Joystick eingebaut sein, außerdem darf der Minibus nur auf einer besonderen von den Straßenverkehrsbehörden in Niederbayern bestimmten und freigegebenen Strecke eingesetzt werden. Grundlage der Ausnahmegenehmigung ist ein technisches Gutachten des TÜV Süd. Auf der Basis der von der Regierung der Oberpfalz erteilten Ausnahmegenehmigung hat das Landratsamt Rottal-Inn das Fahrzeug bereits zugelassen und eine streckenbezogene Erlaubnis erteilt. Da der Kleinbus im öffentlichen Linienverkehr eingesetzt werden soll, war auch eine personenbeförderungsrechtliche Genehmigung der Regierung von Niederbayern erforderlich, die inzwischen ebenfalls bereits vorliegt.

Ein Regensburger berät die Regierung zur Zukunft der Mobilität: Lesen Sie hier, wie laut Michael Sterner die neue Autowelt öhne Ol aussehen wird.

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