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Oberpfalz
Samstag, 23. Juli 2016 30° 3

Preise

Erster MZ-Hackathon, erste Sieger

Elf Teams präsentieren tolle Projekte. Eine App, die Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern den Alltag erleichtert, gewinnt.
von Christine Straßer, MZ

Das Team Welcome Refugees hat beim ersten MZ-Hackathon den Hauptpreis gewonnen. Foto: ct

Regensburg.Nach 2,5 Tagen und vielen koffeinhaltigen Getränken noch mal Hektik. Zwei Minuten vor dem Start der Pitches, also den Präsentationen der Teams, beim ersten Mittelbayerische Hackathon, feilen die Teams noch an ihren Auftritten. Beim Team FriendShuttle muss die Präsentation noch auf einen USB-Stick gezogen werden. Die Zeit reicht nicht, um alle Teile zu proben. Jetzt ist Spontaneität und Showtalent gefragt.

Hilfe für Flüchtlinge

Was die elf Teams auf die Beine gestellt haben, beeindruckt die Jury rundum. Den mit 2000 Euro dotierten Hauptpreis „Best over all“ vergibt sie am Samstagabend an die Gruppe Welcome Refugees. Andrea Rieder, Johannes Dornisch, Katrin Wolf, Sebastian Friedrich, Bernhard Loibl und Maria Hollweck haben an einer App für Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer gearbeitet.

Es geht darum, ihnen den Alltag zu erleichtern. Denn nach der Ankunft in der Erstaufnahme in Regensburg fühlen sich viele Flüchtlinge verloren. Wo können sie einkaufen? Wo gibt es einen Arzt? Wo fährt ein Bus? Das ist alles schwierig, wenn es ein Flüchtlingshelfer erklären muss. Andererseits haben die Flüchtlinge Smartphones. Das Team kreierte eine App, die Flüchtlinge hauptsächlich über Emojis zum Ziel – also dem Supermarkt, der Produkte verkauft, die halal sind, der nächsten Arztpraxis oder der Bushaltestelle – bringt. Vom Preisgeld wird ein Teil in die Weiterentwicklung der App fließen, um diesen wertvollen Helfer auch tatsächlich auf den Markt zu bringen. Den anderen Teil will das Team dem Regensburger Verein Campus Asyl spenden.

Lesen Sie hier die Reportage vom MZ-Hackathon!

Das Team Nada holte gleich zwei Preise. Foto: ct

Gleich zwei Mal strahlten die Gesichter beim Team Nada. Doris Ebenschwanger, Jonathan Rogalli, Florian Fritz und Michael Neu hatten sich überlegt, wie sich Menschen zusammenbringen lassen. Ihre Idee: anhand einer Aktivität. Unternehmungslustige Menschen, deren Freunde gerade keine Zeit haben, können Kontakte knüpfen mit Menschen, denen es gerade ähnlich geht. Der Nutzer wählt aus, was er gerne machen würde – zum Beispiel bowlen –, und wird mit anderen Nutzern der App zusammengebracht, die auch Bowlingpartner suchen. Nada schlägt auch Events vor. Wer angibt, dass er in zwei Stunden Zeit hat, bekommt eine Auswahl mit Aktivitäten und Veranstaltungen in der Umgebung. So bilden sich immer wieder neue, bunt zusammengewürfelte Gruppen. Dafür gab es neben dem mit 500 Euro dotierten Special-Preis auch den Innovationspreis und weitere 1000 Euro für das völlig überraschte Team Nada. Ihr Favorit wäre eigentlich das Team „Dampf im Kessel“ gewesen, das an einer App für ein intelligentes Beschwerdemanagement getüftelt hatte.

Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und lernen sie einige junge Talente kennen:

Teilnehmer beim MZ-Hackathon

Erste-Hilfe-App nötigt Respekt ab

Für den besten Pitch wurde das Team FriendShuttle ausgezeichnet. Foto: ct

Viel Anerkennung erntete quer durch das 70-köpfige Teilnehmerfeld auch das Team Life Saver, das beim MZ-Hackathon an einer Erste-Hilfe-App gearbeitet hat. Sie zeigt beispielsweise an, wo sich der nächste Defibrillator befindet, und alarmiert Nutzer der App, die sich gerade in der Nähe des Ortes aufhalten, wo sich ein Notfall ereignet hat. Die App gibt Sprachanweisungen und ist auch unter Stress einfach zu bedienen.

Eine App für Flüchtlinge war eines der preisgekrönten Projekte beim 1. MZ-Hackathon. Video: D&G

Beim Team FriendShuttle wirkte der Hackathon-Stress positiv. Der Plan, den sich Julian Riß, Jonas Lettenmeier, Emmanuel Stadler und Bastian Meissner zurechtgelegt hatten, ging auf. Sie holten den mit 500 Euro dotierten Preis für den besten Pitch. Schauspielerisch überzeugend brachte Jonas Lettenmeier ein Problem rüber, das viele Jugendliche auf dem Land kennen: Sie brauchen eine Mitfahrgelegenheit zur Party in der Stadt. Über die App FriendShuttle können sie in drei Schritten abgleichen, ob Facebook-Freunde dasselbe Ziel haben und sich zusammentun. „Ein sensationeller Pitch“, urteilte Juror Michael Wagner, Gründer des Fußballportals Fupa und Bewohner des Bayerischen Waldes, der die App nach eigener Aussage selbst sehr gut gebrauchen kann.

Unser NewsBlog zum ersten MZ-Hackathon:

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