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Mobilität

Flotte Ladung bei Tesla und Eurorastpark

Der Elektroauto-Pionier Tesla prescht voran, die Eurorastpark-Gruppe zieht mit. Gemeinsam entsteht bundesweit ein schnelles Stromtankstellennetz.
Von Bernhard Fleischmann, MZ

Die Schnellladestationen sind extrem leistungsstark. Foto: Tesla

Regensburg.Von der Autobahn abfahren, einen Cappuccino trinken und weiter geht's – Alltag auf deutschen Autobahnen. Nur die wenigen Elektroautos waren von dieser Routine bislang ausgeschlossen, weil das „Tanken“ zu lange dauert. Bei Tesla wird das anders. Der US-amerikanische Hersteller leistungsstarker E-Mobile überzieht die Bundesrepublik mit einem Schnellladenetz, um seinen Kunden ein unterbrechungsfreies Fortkommen zu sichern.

Ausbau geht Schlag auf Schlag

Mit dabei ist die Regensburger Eurorastpark-Gruppe. Sie eröffnet an diesem Dienstag mit Tesla offiziell die erste gemeinsame „Supercharger“-Station am Rastpark Burgau/Jettingen-Scheppach an der Autobahn A8 München-Stuttgart.

Dann geht es Schlag auf Schlag weiter. Im ersten Halbjahr 2014 will Eurorastpark insgesamt zehn seiner 17 Stationen für Tesla präpariert haben. Und es dürften noch weitere folgen, wie Geschäftsführer Johannes Witt gegenüber der MZ erklärte. Da ist es sehr wahrscheinlich, dass auch der Standort Regensburg noch im Laufe des Jahres entsprechend ausgerüstet wird.

Tesla hat Mitte vergangenen Jahres angekündigt, eine eigene Ladeinfrastruktur aufzuziehen. Begonnen wurde mit den Autobahnen München-Stuttgart, München-Zürich sowie Köln-Frankfurt. Bis Ende 2014 soll eine hundertprozentige Abdeckung Deutschlands gewährleistet sein, so dass der Tesla-Fahrer quer durch die Republik reisen kann, ohne Gefahr zu laufen, unterwegs mit leeren Batterien liegenzubleiben.

Die Tesla-Limousinen verfügen über eine Reichweite von rund 400 Kilometern. Das Netz der „Supercharger“ ist enger geknüpft. Diese Stationen laden mit üppigen 135 Kilowatt Gleichstrom, so dass binnen etwa einer halben Stunde der Akku des Fahrzeugs zu 80 Prozent gefüllt ist. Zwar dauert der Ladevorgang deutlich länger als das Zapfen von Benzin oder Diesel. Aber nach 300 oder 400 Kilometern Strecke sollte der Fahrer ohnehin eine Pause einlegen. So gesehen ergibt sich mit dem Tesla-Konzept praktisch kein Zeitverlust.

Beim Fortschritt vorne dabei

Die Ladestationen entstehen nicht nur bei Eurorastpark-Betrieben, sondern auch bei anderen Betreibern von Rasthöfen. Deren Vorzug gegenüber Rastanlagen: Sie sind von beiden Richtungen der Autobahn her anfahrbar. Die finanziellen Lasten trägt vor allem der US-Autobauer, der die Stromtankstellen aufbaut. Die Rasthöfe stellen den Platz zur Verfügung, markieren die Zufahrt, ergänzen die Hinweisschilder an den Autobahnen. Eurorastpark wird neben die Tesla-Plätze auch weitere E-Tankstellen für Stromautos anderer Hersteller platzieren. An den Tesla-Plätzen können – noch – nur Autos dieser Marke laden, weil sie über einen eigenen Ladestandard verfügen.

Für Eurorastpark ist der Aufwand zunächst ähnlich gering wie der Ertrag. Den Strom gibt Tesla kostenlos ab. Bleibt der Verzehr der Tesla-Fahrer an der Station, die zumindest kaufkräftig sein dürften. Wichtiger ist laut Witt und dem Co-Geschäftsführer Dr. Lothar Koniarski, bei fortschrittlichen Entwicklungen vorne dabei zu sein.

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