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Sonntag, 11. Dezember 2016 2

Militär

US-Army bestätigt Drohnen-Irrflug

Seit Monaten gibt es in der Oberpfalz Unmut über Drohnenflüge der US-Armee. Nun ist erstmals eine über ziviles Gebiet gekreist – aber unbeabsichtigt.

Unbemannte Drohnen vom Typ Hunter fliegen bereits seit 2005 im Luftraum um den Truppenübungsplatz Hohenfels. Foto: aal

Vilseck.Eine verirrte US-Drohne sorgte vor zwei Wochen im Dorf Sorghof bei Vilseck für Trubel: Rund zwei Stunden sei sie in sehr niedriger Höhe und mit großer Lautstärke über dem Dorf geflogen, berichtete Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schertl dem Bayerischen Rundfunk. Er war es auch, der die Army auf das Versehen aufmerksam gemacht hat.

Army will Irrflüge künftig verhindern

Die US-Armee bestätigte mittlerweile den Vorfall und zeigte sich dankbar über die Information des Bürgermeisters. Dadurch hätten Maßnahmen zur Vermeidung eventueller derartiger zukünftiger Ereignisse ergriffen werden können, erklärte Pressesprecher Lieutenant Colonel Brian Carlin. Er betonte noch einmal, dass es sich bei dem Drohnenflug über ziviles Gebiet um ein Versehen gehandelt habe, der Flugbetrieb sei innerhalb der Grenzen der Truppenübungsplätze beschränkt. „Vor weiteren Flügen muss die mit dem Fluggerät übende US-Einheit neu ausgebildet und mit den Richtlinien und Einschränkungen des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr neu zertifiziert werden“, so Carlin. Er versicherte außerdem: „Keines der in den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels eingesetzten unbemannten Flugsysteme hat die Voraussetzungen der Bewaffnung.“

Sorghof liegt direkt am Südtor zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr und wie Vilseck im Korridor für die Transit-Flüge der Drohnen über zivilem Gebiet zwischen den beiden Übungsplätzen Hohenfels und Grafenwöhr. Dennoch sind solche Flüge für den Vilsecker Bürgermeister „nicht hinnehmbar“.

Bisher sind noch keine Drohnen des Typs Hunter in dem Korridor geflogen. Die Amerikaner führen zusammen mit dem Bundesverteidigungsministerium nach wie vor technische Sichtungen durch. Erst dann kann das Ministerium die Genehmigung für die Flüge über zivilem Gebiet erteilen. Aber auch dann dürften die Drohnen nur in einer Mindesthöhe von 3300 Metern fliegen, damit sie für die Bürger kaum zu sehen und zu hören wären. (dpa/ri)

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