Tierversuche: Eine Leserin erinnert an das Martyrium der Tiere. Foto: dpa
„Martyrium der Tiere“
Zum Artikel „Im Tierversuch: Von Uni-Mäusen, die nicht für die Katz’ sterben“
Ein 30,7 Millionen teures Forschungsgebäude für grausamste Folter am lebendigen Leib wehrloser Mitgeschöpfe. Klammheimlich entstehen in Regensburg und in zwei weiteren Städten in Bayern plötzlich neue Hochburgen von Tierversuchen.
Erst bei der Einweihung des Tierversuchsgebäudes in Regensburg wird darüber berichtet – nach vollendeten Tatsachen. Man fragt sich, haben die Betreiber dieser so genannten „wissenschaftlichen Hochburgen“ etwas zu verbergen?
Sicher, es ist peinlich, wenn man erfährt, dass in Bremen Tierversuchseinrichtungen, in denen Affen schmerzhafter Versuche unterzogen wurden, bereits schon wieder abgebaut werden, weil die Versuche keine Erkenntnisse für die Menschen erbracht haben. Weltweit geraten Tierversuche außerdem immer mehr in die Kritik, da nach vielen Jahrzehnten festzustehen scheint, dass Versuche an Tieren nicht auf den Menschen übertragbar sind. Die Reaktionen verschiedener Tierarten und des Menschen auf Krankheiten, Medikamente, Drogen und Gifte sind absolut unterschiedlich.
Tausende schwer verstümmelte Menschen leben unter uns – als Resultat des so erfolgreich im Tierversuch getesteten Medikamentes Thalidomid (Contergan), das seinerzeit freigegeben wurde. Dies nur ein besonders anschauliches Beispiel.
Wie kann man da auf eine Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen sprechen? Ich frage mich, wie kann man nachts noch ruhig schlafen, hält man sich das Martyrium zu Tode gequälter, hoch schmerzempfindlicher Lebewesen vor Augen.
Die Zahl der Zivilisationskrankheiten nimmt weiter rasant zu – Millionen Tierversuche in der medizinischen Forschung haben daran nichts geändert!
Tiere sind keine Verbrauchsobjekte und leiden wie Menschen, Ethik ist unteilbar und Tiere sind keine beliebigen Verbrauchsobjekte, man kann nicht beliebig über sie verfügen, auch wenn es angeblich zum „Wohle“ der Menschen ist.
Alexandra Jurisch, Regensburg
„Einfach übergangen“
Zu unserer Berichterstattung über die Haltung gefährlicher Tiere und die gesetzliche Neuregelung in Hessen:
Als Halter von diversen Dendrobaten ging auch an mir das Gesetz nicht spurlos vorbei. Ich finde es eine Schande, wie diverse Verbände wie die DGHT oder die IG Exoten sowie BNA einfach übergangen wurden.
Es ging gar nicht darum, gefährliche Tiere vor Personen zu schützen, sondern rein um Stigmatisierung und die Abschiebung einiger Halter in die Kriminalität. Fachliche Auseinandersetzungen mit der Thematik lagen seitens der Regierung in Hessen gar nicht vor. Selbst der BNA war gegen dieses Verbot, das nur durch Druck der Lobbyisten, z.B. Pro Wildlife, zustande kam.
Dieses Gesetz trifft den aktiven Artenschutz durch erfahrene Terrarianer ins Mark. Der in der Liste geführte Phyllobates Terribilis ist seit 1980 mit einem Importverbot belegt, d.h. dass alle in Gefangenschaft gehaltenen Terribilis giftfrei sind. Desweiteren können sie ihr Gift nicht aktiv einsetzen aufgrund ihrer Anatomie. Völlig unverständlich, wie diese Liste zustande gekommen ist.
Sebastian Schmidt, Regensburg
„Der Arbeit geschadet“
Zu unserer Berichterstattung über den Streit zwischen Flüchtlingsforum und BI Asyl:
Das Regensburger Flüchtlingsforum hat sich aus der BI Asyl heraus gebildet, weil es Uneinigkeit im politischen Arbeitsstil gab, so ist es der Presse zu entnehmen.
Nach dem Artikel hege ich den Verdacht einer Männerseilschaft Streitberger – Kellner – Thal (und Marion Puhle hätte wieder einmal Recht …). Wer mit politisch unbeugsamen, engagierten und starken Persönlichkeiten wie Marion Puhle Schwierigkeiten hat, hat Schwierigkeiten, und das Leben ist vielleicht nicht so angenehm wie zuvor. Aber er schadet der politischen Arbeit des RFF und der eigenen, wenn er dieses Forum aufgrund persönlicher Querelen nicht in den Dachverband aufnimmt! Dass es Querelen gibt, kann ja wohl kein Grund sein – schließlich ist es mittlerweile innerhalb der größten Parteien Mode, die schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit zu waschen und sich gegenseitig ans Bein zu pinkeln – was ich nicht schön finde..
Birgit Kübler, Regensburg
„Wie eine Skipiste“
Zum geplanten Schloss-Hotel:
„Konstruktiv im Umgang, aber unnachgiebig in der Sache!“ war die Aussage des Herrn Stehl zum Thema Hotel im Schloss. Wenn überhaupt ein Schlosshotel kommen muss und sicher auch kommen wird, warum dann bedenkenlos die Zerstörung der herrlichen Grünoase im Umfeld des Schlossensembles. Erstaunlicherweise erfolgte hierfür die Zustimmung unseres obersten Denkmalpflegers und –schützers Herrn Dr. Greipl und auch der oberen Naturschutzbehörde bei der Regierung der Oberpfalz.
Dabei tritt das Bild einer willkürlich geschlagenen Schneise einer Skipiste vor mein Auge, die den Grüngürtel des Schlossareals zerstören wird. Mancherorts zu bewältigen, aber hier doch nicht!
Die Macher sehen keine andere Alternative als die Schaffung einer Tiefgarage, die die Rodung herrlichen alten Baumbestandes nach sich zieht. Natürlich, wenn schon Schlosshotel, dann brauchen auch die dazugehörigen Nobelkarossen eine entsprechende Bleibe – „in zumutbarer Entfernung zum Schloss“, laut Herrn Stehl jedenfalls.
Ja, gibt’s da nicht ein Parkhaus am Petersweg in unmittelbarer Nähe des Schlosses? Es wurde schon einmal als Stadthallenstandort angepriesen. Ein geeigneter Umbau, den Nobelkarossen angepasst, dazu ein entsprechend organisierter Hotelservice würden sicher weniger Kosten verursachen und würden den Kahlschlag im Umfeld des Schlosses vielleicht in Grenzen halten.
Christa Weiß, Regensburg