Nachrichten 06.03.2010, 00:00 Uhr

Leserbriefe: Grausame Tat

Grausame Tat

Zumunserem Bericht „Hund verdurstet“ schreibt Jörn Hund, Vorsitzender des Tierschutzvereins:

Täglich sehen wir überfahrene Katzen am Straßenrand liegen. Fast niemand hält es für nötig, anzuhalten und zu prüfen, ob dem Tier noch geholfen werden kann. Bei Oberzettling wurde ein Hund von zwei Autos überfahren. Laut Bericht der Zeitung hielt auch hier keiner der beiden Autofahrer an, um nach dem Tier zu sehen. An Grausamkeit jedoch kaum mehr zu überbieten ist die Meldung wonach ein Jäger bei Katzbach einen an einem Busch festgebundenen und durch Verdursten verendeten Hund gefunden hat! Dies gleicht einer Hinrichtung eines Wesens aus Fleisch und Blut!!

Welche Beweggründe gibt es, sich auf so grausame Art eines Tieres zu entledigen? Warum läßt man Tiere eines so qualvollen Todes sterben, statt sie bei uns im Tierheim oder einer anderen Tierschutzorganisation abzugeben? Schließlich besteht ja unsere Arbeit darin, in Not geratene Tiere aufzunehmen und zu versorgen! Selbst ein anonymer Anruf mit Angabe des Aufenthaltsortes des Tieres hätte genügt, und wir hätten den Hund in unser Tierheim geholt, bei Bedarf tierärztlich behandeln lassen, und ihn vor diesem grauenvollen und schmerzhaften Schicksal bewahren können!

Es bleibt zu wünschen, daß der Mensch, der zu dieser schrecklichen Tat fähig war, ausfindig gemacht wird, auch wenn dadurch der Schmerz und das Leid des verstorbenen Tieres nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Das Aussetzen von Tieren ist nicht nur eine Straftat, sondern oft mit unermesslichem Leid der Tiere verbunden! Uns Tierschutzorganisationen erleichtert es zudem unsere Arbeit enorm, wenn ein Tier, statt es auszusetzen, bei uns abgegeben wird und wir Angaben über das Tier erhalten.

Im Namen unseres Vereines und der Tiere werde ich unverzüglich eine Anzeige wegen dieser unbeschreiblichen Straftat in die Wege leiten. Zudem setze ich aus privaten Mitteln 250 Euro Belohnung aus für Hinweise, die zur Verurteilung des Täters führen.

Jörn Hund

Vorsitzender des Tierschutzvereines

Am Sandhölzl

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