Nachrichten 15.02.2013, 18:05 Uhr

Pferdefleisch-Skandal: Betroffene Produkte auf einen Blick

Immer mehr Verdachtsfälle im Pferdefleischskandal erhärten sich. Die MZ dokumentiert, welche Händler und Produkte bislang vom Skandal betroffen sind.

Auch die Einzelhandelskette Edeka ist bei der Suche nach Pferdefleisch in Fertiggerichten fündig geworden. Foto: dpa

Auch die Einzelhandelskette Edeka ist bei der Suche nach Pferdefleisch in Fertiggerichten fündig geworden. Foto: dpa

19. Februar 2013: Pferdefleisch auch in Nestlé-Produkten und beim Schweizer Lidl

Auch der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé hat nicht deklarierte Anteile von Pferdefleisch in Tiefkühlprodukten entdeckt. Dabei gehe es um Zulieferungen aus Deutschland, teilte der Schweizer Weltkonzern mit. In Italien und Spanien seien deshalb zwei Nudelprodukte vom Markt genommen worden. Zudem meldete am Dienstag der Schweizer Ableger der Supermarktkette Lidl die Rücknahme von Produkten, in denen Pferdefleisch gefunden wurde.

Nestlé erklärte, die betroffenen Produkte seien aus Fleisch eines niedersächsischen Produzenten hergestellt worden. Der Anteil von Pferdefleisch in den Produkten „Buitoni Beef Ravioli“ und „Beef Tortellini“ habe bei mehr als einem Prozent gelegen. Sie seien bereits vom Markt genommen worden.

Lidl Schweiz teilte mit, bei eigenen Untersuchungen der Artikel „Combino“ Penne Bolognese des deutschen Herstellers Copack (Bremerhaven) und „Coquette“ Ravioli Bolognese des französischen Herstellers William Saurin sei Pferdefleisch festgestellt worden. Die Produkte seien „im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes“, aus dem Verkauf genommen worden.

Am Montag hatten Schweizer Supermärkte bereits sieben andere Produkte aus den Regalen genommen, die undeklariertes Pferdefleisch enthalten sollen. Die liechtensteinische Firma Hilcona, die die betroffenen Erzeugnisse hergestellt hatte, erklärte, die verwendete Rohware sei von ihrem bisherigen Hackfleisch-Lieferanten Vossko in Ostbeveren (Niedersachsen) gekommen.

18. Februar 2013: Pferdefleisch bei Aldi-Nord

Nach dem Nachweis von Pferdefleisch in zwei Produkten von Aldi-Nord laufen beim Bremerhavener Hersteller Copack Untersuchungen. Im gesamten Vertriebsgebiet von Aldi-Nord seien die „Tiefkühl Penne Bolognese 750 g“ von Copack und „Gulasch 540 g Dose, Sorte Rind“ aus den Geschäften genommen worden, teilte der Discounter am Montag mit. Copack-Geschäftsführer Jürgen Marggraf sagte der Nachrichtenagentur dpa, mit Ergebnissen der genetischen Analysen sei voraussichtlich am Dienstag zu rechnen. Vorher könne er keine genaueren Angaben machen. Seit vergangener Woche werde bereits das gesamte Sortiment untersucht.

 

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