Oberpfalz bekommt großes Naturschutzgebiet
Die Regentalaue zwischen Cham und Pösing — rund 20 Jahre lang wurde die Schaffung des Naturschutzgebietes vorbereitet.
Die Oberpfalz verfügt seit Freitag über eines der größten Naturschutzgebiete Bayerns. Wie die Regierung der Oberpfalz berichtete, wurden nun mehr als 1400 Hektar Auenlandschaft am Fluss Regen im Landkreis Cham als Schutzzone offiziell ausgewiesen. In dem Gebiet kommen rund 350 gefährdete Tier- und Pflanzenarten vor, die auf der Roten Liste stehen. In der Oberpfalz sei die Regentalaue zwischen Cham und Pösing das größte Naturschutzgebiet, im landesweiten Vergleich sei es die fünftgrößte Schutzzone im Freistaat, teilte die Regensburger Bezirksregierung mit. Bislang gehörte die Oberpfalz zu den Bezirken, die relativ wenige Flächen als Naturschutzgebiet ausgewiesen haben.
Die Vorbereitungsarbeiten zur Schaffung des Schutzgebietes haben etwa 20 Jahre gedauert. Im Rahmen mehrerer Einzelprojekte wurden seitdem vom Bund, dem Land und dem Landkreis rund 11 Millionen Euro für den Naturschutz im Regental investiert.
Das Naturschutzgebiet ist allerdings nicht unumstritten. Die Regensburger Bezirksregierung schließt nicht aus, dass es Klagen gegen die Ausweisung geben wird. Insbesondere Bauern befürchten, dass sie künftig ihre Äcker nicht mehr angemessen bewirtschaften können. Die Landwirte kritisieren Beschränkungen bei den verwendeten Mähwerken. Insgesamt waren etwa 300 Einwendungen gegen das Projekt eingegangen. Im Ergebnis sei ein früherer Entwurf für die Naturzone überarbeitet worden, einige Konfliktpunkte hätten entschärft werden können. Alle Seiten könne man aber nie zufriedenstellen, sagte ein Sprecher der Regierungsbehörde.



