Oberpfalz & Bayern 18.06.2012, 17:49 Uhr

Fürst Albert dreht Spot in Regensburg

Für die Aufnahmen zu einem Imagefilm für seinen Sponsor InterNetX kam Albert von Thurn und Taxis nach Regensburg in die Maximilianstraße. Dort präsentierte er mit heulendem Motor seinen Rennwagen Reiter-Lamborghini.

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Zahlreiche Schaulustige verfolgten den Videodreh in der Maximilianstraße. Fürst Albert ließ den Motor seines Lamborghini kräftig heulen und bekam dafür Applaus. Foto: Manfred Segererl

Zahlreiche Schaulustige verfolgten den Videodreh in der Maximilianstraße. Fürst Albert ließ den Motor seines Lamborghini kräftig heulen und bekam dafür Applaus. Foto: Manfred Segererl

Von Isolde Stöcker-Gietl, MZ

Regensburg. Der Motor heult auf. Zweimal, dreimal, dann schießt der weiße Lamborghini-Sportwagen einige Meter nach vorne und bleibt direkt vor dem Sitz des Domain-Anbieters InterNetX in der Regensburger Maximilianstraße stehen. Hinter der Absperrung stehen in der heißen Mittagssonne gut 50 Schaulustige und schießen Handy-Fotos. Applaus brandet auf. Schülerinnen, die gerade auf dem Weg zum Bahnhof sind, bleiben neugierig stehen und verfolgen die nächste Szene. Einen Reifenwechsel. Dann heult wieder der Motor und der Wagen schießt vor bis zur Kreuzung Königsstraße. Cut. Ende. Weniger als fünf Minuten dauert das Spektakel am Montag, dann ist der Werbespot im Kasten und hinter dem Helm lüftet sich das Geheimnis. Der Fahrer des Lamborghini ist Prinz Albert von Thurn und Taxis, begeisterter Rennfahrer, der für seinen Hauptsponsor InterNetX in einem Imagefilm 600 PS hörbar macht.

Eine Stunde vor dem Dreh nippt der Mann, der es einst als jüngster Milliardär in die Forbes-Liste geschafft hatte, an seinem San Pellegrino-Wasser und dreht sich eine Filterzigarette. In Jeans und Turnschuhen fällt er an der improvisierten Theke im InterNetX-Quartier überhaupt nicht auf. „Fürst Unsichtbar“ hat ihn die Bild-Zeitung einmal genannt, weil er unerkannt zwischen Regensburg, seinem aktuellen Wohnsitz in Zürich, oder den Familien-Domizilen in Rom und Kenia pendeln kann. Öffentlichkeitswirksame Auftritte schätzt der Fürst nicht besonders.

Sonntag feiert er 29 . Geburtstag

Seit seinem 17. Lebensjahr ist der Sohn von Gloria von Thurn und Taxis, der am Sonntag seinen 29. Geburtstag feiert, im Rennsport aktiv. Seine erste Fahrt machte er beim Volkswagen Lupo Cup. Danach wechselte er als Jung-Pilot in die Maserati Trofeo Championship und konnte sich nach seinem zweiten Jahr einen sechsten Platz in der Gesamtwertung sichern. Nach einem kurzen Ausflug zu Ferrari kam er 2006 zu Lamborghini. Sein größter Erfolg war bisher die Meisterschaft in der ADAC GT Masters 2010 in einem Reiter Lamborghini. Doch der Rennsport ist eigentlich nur Hobby. Albert von Thurn und Taxis studierte Volkswirtschaft und Theologie in Rom und Edinburgh und bereitet sich bereits auf seine späteren Aufgaben im Fürstenhaus vor. Wann er die Geschäfte von seiner Mutter Gloria übernehmen wird, dazu will er sich auf MZ-Nachfrage nicht konkret äußern. „Die Mama ist wahnsinnig tüchtig, deshalb mach’ ich noch meine eigenen Sachen, so nach dem Motto: Viele Köche verderben den Brei.“ Dann schiebt er allerdings ganz ernsthaft hinzu: „Ich frage mich das auch oft, wann der Zeitpunkt kommt, ist weiß es aber nicht!“ Entscheiden werde er aber letztlich alleine darüber, wann er bereit für diese Aufgabe sei.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 
 

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