Gedeckeltes Budget bremst Straßenausbau
Der Region Regensburg droht der Verkehrsinfarkt. Doch das Geld ist knapp. Innenminister Herrmann kann nur für wenige Verkehrsprojekte Hoffnung machen.
Bei der IHK-Straßenverkehrskonferenz in Regensburg war am Montag Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zu Gast.
REGENSBURG. „Nichts geht mehr“, heißt es regelmäßig morgens und am frühen Abend auf den Straßen rund um die Oberpfälzer Hauptstadt. Die A93 und die A3 sind dem Ansturm der Pendler, Brummifahrer und Freizeit-Automobilisten nicht mehr gewachsen. Und das ist noch nicht das Ende: Bis 2025 soll der Verkehr auf Bayerns Straßen noch einmal um die Hälfte des jetzigen Aufkommens anwachsen, prophezeite Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag bei der Straßenverkehrskonferenz der Industrie- und Handelskammer (IHK). Keine guten Aussichten also – wenn sich nichts ändern sollte.
Herrmann, dem der Straßenbau im Freistaat untersteht, war nach Regensburg gekommen, um den Sorgen von Politik und Wirtschaft in Sachen Verkehr zu lauschen. Und davon gibt es nicht wenige. Neben der vom „Verkehrsinfarkt“ (IHK-Präsident Peter Esser) bedrohten Region Regensburg lauern in der Oberpfalz und im Landkreis Kelheim noch jede Menge Straßen-Baustellen. Nicht alle konnte Joachim Herrmann versprechen zu beseitigen, zumindest nicht in naher Zukunft.
Hoffnung für die A93
Zumindest für die notorisch überlastete A3 südlich von Regensburg gibt es Hoffnung. Das Teilstück, auf dem 2025 rund 90.000 Fahrzeuge rollen sollen, wird zwischen der Anschlussstelle Rosenhof und dem Kreuz Regensburg sechsspurig ausgebaut. Dasselbe soll in ein paar Jahren mit dem Teilstück vom Autobahnkreuz bis Nittendorf geschehen. Auch die marode Fahrbahn in Richtung Passau werde saniert, kündigte Herrmann an. Für Erleichterung unter den rund 100 Kommunalpolitikern, Abgeordneten und Unternehmern sorgte auch die Ankündigung des Innenministers, die B15 neu vierspurig als „Bypass“ für die überlastete A93 zu bauen – bis 2016/17 zunächst bis zur A92 bei Landshut mit schneller Anbindung an den Flughafen München, später dann bis Rosenheim mit Anschluss an die A8 nach Salzburg. Bislang ist nur ein 22 Kilometer langes Stück fertig. „Vom Ausbau profitieren nicht nur die Oberpfalz und Niederbayern, sondern auch der Raum München“, sagte Herrmann.

