Oberpfalz & Bayern 16.08.2012, 16:02 Uhr

Regensburger soll BKA-Chef werden

Angeblich ist der in Regensburg geborene Wilhelm Schmidbauer (54) der heißeste Kandidat von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich.

Legte bislang eine steile Karriere hin: Wilhelm Schmidbauer Foto: dpa

Legte bislang eine steile Karriere hin: Wilhelm Schmidbauer Foto: dpa

Von Wolfgang Ziegler, MZ

München/Regensburg. Der Münchner Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer (54) wird angeblich neuer Chef des Bundeskriminalamts (BKA). Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, soll der gebürtige Regensburger Anfang kommenden Jahres die Nachfolge von BKA-Chef Jörg Ziercke (65) antreten. Das Innenministerium bestätigte den Wechsel noch nicht. Schmidbauer selbst, der derzeit im Urlaub weilt, ließ über seinen Sprecher ausrichten, dass er sich nicht an Spekulationen beteilige, schon gar nicht, wenn es um seine Person gehe.

Schmidbauer, seit 2003 oberster Ordnungshüter der Landeshauptstadt, ist Medienberichten zufolge Favorit von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). Der Honorar-Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Regensburg wechselte im Laufe seiner Karriere mehrfach zwischen seiner Heimatstadt und München. Nach seiner Promotion 1988 amtierte er drei Jahre lang als persönlicher Referent des damaligen CSU-Generalsekretärs Erwin Huber. Danach wurde er Abteilungsleiter beim Polizeipräsidium Niederbayern/Oberpfalz in Regensburg, anschließend stellvertretender Leiter des Sachgebiets Einsatz im bayerischen Innenministerium, schließlich stellvertretender Präsident des Regensburger Polizeipräsidiums und im März 2003 Präsident des Polizeipräsidiums München. Im Dezember 2007 erfolgte seine Ernennung zum Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät der Universität Regensburg. Seine Fachgebiete sind Polizei- und Sicherheitsrecht.

Zuletzt war Schmidbauer in die Schlagzeilen geraten, nachdem er sich im August 2007 von Saif al-Arab al-Gaddafi, einem Sohn des inzwischen getöteten libyschen Ex-Staatschefs Muammar al-Gaddafi, im Münchner Fünf-Sterne-Hotel „Bayerischer Hof“ zum Essen hatte einladen lassen. Diese Affäre führte zu mehreren parlamentarischen Anfragen im Bayerischen Landtag, da gegen Saif al-Arab zu diesem Zeitpunkt mehrere Ermittlungsverfahren anhängig waren – unter anderem wegen Bedrohung.

 

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