Oberpfalz & Bayern 20.08.2012, 11:19 Uhr

Das Gewitterrisiko steigt

Nach dem heißesten Tag des Jahres kletterten am Montagvormittag die Temperaturen wieder in Richtung 30 Grad. Allmählich verliert „Achim“ aber an Einfluss.

Für dieses Wochenende haben Meteorologen die bisher höchsten Temperaturen des Jahres angekündigt. Foto: dpa

Für dieses Wochenende haben Meteorologen die bisher höchsten Temperaturen des Jahres angekündigt. Foto: dpa

Nürnberg/München. Über Deutschland macht sich Gewitterluft breit. Nach dem heißesten Tag des Jahres am Sonntag kletterten auch am Montag die Temperaturen schon am Vormittag Richtung 30 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete um 10 Uhr aus Potsdam 28,8 Grad, in Berlin-Tegel war es zu dieser Zeit 28,6 Grad und im thüringischen Gera 28,7 Grad heiß.

Hitzehoch „Achim“ verliert aber an Einfluss und macht Platz für Tiefs von der Nordsee mit feuchter Luft. „Und damit haben wir jetzt beste Zutaten für eine brisante Mischung: Hohe Temperaturen und feuchte Luft sind gut für kräftige Gewitter“, sagte DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold. Diese gewitterträchtige Luftmischung werde bis Mittwoch erhalten bleiben.

Mit Sahara-Hitze von fast 40 Grad hat der Sommer Deutschland am Sonntag den bisher heißesten Tag des Jahres geboten. Der Wetterdienst Meteomedia meldete einen Spitzenwert von 39,2 Grad in Göllheim in Rheinland-Pfalz. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war es mit 38,9 Grad in Saarbrücken und in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) am heißesten in Deutschland.

Den Takt für diesen scharfen Sommer-Rhythmus am vorletzten Augustwochenende gaben Hoch „Achim“ und Tief „Xenja“ an: Sie sorgten für den Zustrom sehr heißer Luft aus Afrika nach Deutschland.

Bundesweit gesehen sei es der wärmste Tag des Jahres gewesen, berichtete der DWD am Abend in Offenbach. Der bisherige Spitzenwert sei am 27. Juli mit 36,5 Grad in Bad Kreuznach aufgestellt worden. Die bislang höchste in Deutschland gemessene Temperatur betrug 40,2 Grad, registriert im August 2003 in Freiburg. Wer genug hat vom Schwitzen, kann aufatmen: In den nächsten Tagen sollen die Temperaturen zumindest etwas sinken.

Wie kommt es zu den unterschiedlichen Messwerten der Meteorologen? Verantwortlich können laut DWD lokale Einflüsse an den Wetterstationen sei. „Da kann etwas mehr Wind an der einen und etwas weniger Wind an der anderen Station schon zu verschiedenen Gradzahlen in der gleichen Stadt führen“, erläuterte eine Meteorologin.

 

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