Oberpfalz & Bayern 30.08.2012, 19:34 Uhr

Sommer in Bayern mit Spitzenwerten

Das Wetter im Freistaat war in diesem Sommer spitze. Hier schien die Sonne deutschlandweit am längsten, dafür war Bayern aber auch das nasseste Bundesland.

Der Sommer in Bayern lag in diesem Jahr über dem Durchschnitt. Foto: dpa

Der Sommer in Bayern lag in diesem Jahr über dem Durchschnitt. Foto: dpa

München. Der Sommerwetter in Bayern war spitze - zumindest in der Statistik. Am Münchener Flughafen schien die Sonne deutschlandweit am längsten: 737 Stunden. Wie der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag in Offenbach mitteilte, war Bayern aber auch das nasseste Bundesland: 329 Liter pro Quadratmeter wurden von Anfang Juni bis Ende August gemessen. In Garmisch-Partenkirchen fiel mit 656 Litern bundesweit der meiste Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur im Freistaat lag bei 17,4 Grad Celsius. Das war wärmer als der vieljährige Mittelwert von 15,9 Grad. Und trotzdem: In Nürnberg-Netzstall trat in jedem der drei Sommermonate auch Bodenfrost auf.

Generell ist der Sommer in Deutschland erst zum Schluss zur Hochform aufgelaufen. Die August-Hitzewelle brachte die Wende: Mit Spitzenwerten von fast 40 Grad veränderte sie die Sommer-Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) von „durchschnittlich“ auf „zu warm“. Am Freitag endet für die Meteorologen der Sommer, er umfasst in der internationalen Meteorologie die Monate Juni, Juli und August.

Im Kalender dauert der Sommer noch bis Ende September. Aber das Wetter der kommenden Tage fühlt sich eher herbstlich an.

Unter dem Strich sei dieser Sommer um rund ein Grad wärmer ausgefallen als im langjährigen Mittel, erläuterte der DWD am Donnerstag in Offenbach. Während Juni und Juli durchschnittlich waren, wich die August-Temperatur um zwei Grad vom Mittelwert der Jahre 1961-1990 ab.

„Es war der 22. zu warme August in den vergangenen 25 Jahren“, heißt es in der DWD-Mitteilung. Über Tage herrschten in Deutschland Temperaturen von mehr als 35 Grad, am heißesten war es am 20. August in Dresden bei 39,8 Grad.

Der Sommer-Abschied fällt im Süden und Südosten ins Wasser, dort sagen die Meteorologen für Freitag Dauerregen bei kühlen 15 Grad voraus. Auch sonst ist es bei Schauern, einzelnen Gewittern und Temperaturen von höchstens 21 Grad nicht mehr sommerlich. Das Wochenende wird ähnlich durchwachsen bei 17 bis 23 Grad. (dpa)

 

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