Oberpfalz & Bayern 05.09.2012, 17:41 Uhr

Regensburg im Casting-Fieber

Der DSDS-Truck machte am Mittwoch vor den Arcaden Station. Rund 100 Nachwuchstalente probieren ihr Glück. Tom Wenzel aus Rohr kommt eine Runde weiter.

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Der DSDS-Truck machte am Mittwoch in Regensburg Halt. Foto: Schönberger

Der DSDS-Truck machte am Mittwoch in Regensburg Halt. Foto: Schönberger

Von Isolde Stöcker-Gietl, MZ

Regensburg. Wer Superstar werden will, der braucht vor allem eins: Geduld. Schon um elf Uhr morgens stehen die ersten Kandidaten vor dem Casting-Truck in Regensburg. Hier und da wird noch einmal der Song einstudiert, die Gitarre gestimmt und der Lidstrich nachgezogen. Max Kolbeck, derzeit Praktikant in der MZ-Kulturredaktion, reiht sich in die Schlange ein. Singen, sagt er, kann er eigentlich nicht. Aber musikalisch ist er. Deshalb hat er heute einen Spezialauftrag: Einmal hinter die Kulissen von Deutschlands größter Castingshow blicken.

Zwischen 100 und 120 Teilnehmer stehen in der prallen Sonne vor den Arcaden. Sie alle wollen Superstar der zehnten Staffel werden. Zwei Regensburger Kandidaten haben es ja schon geschafft. Elli Erl ist bis heute die einzige weibliche Gewinnerin, Daniele Negroni kam bis ins Finale. Und wer schafft es heute eine Runde weiter?

Florian Podvorica aus Neutraubling ist der Erste in der Reihe. Der 18-Jährige will „Killing me softly“ singen. „Mein Puls ist schon auf 200, ich bin ziemlich aufgeregt.“ Doch es dauert noch, bis er endlich die erste Hürde nehmen darf. Denn erst kommt Kim Gloss. Die Sängerin war bei DSDS einst unter den Top vier. Vom Truckdach aus dirigiert sie ein Ständchen für Dieter Bohlen und singt ihren neuen Song „Barbie Girl“. Dann geht es ab zum Bad in der Menge.

Warten, warten, warten

Und Florian Podvorica wartet weiter. Es ist schon halb eins, als sich die Absperrung öffnet und die ersten Teilnehmer Einlass erhalten. Vertrag ausfüllen, unterschreiben, Nummer anheften. Danach ist wieder Warten angesagt. In der Schlange stehen Manu Kappenberger aus Cham und Kristina Zink aus Regensburg. Sie haben sich gerade erst kennengelernt. Beide wollen „Halleluja“ singen. Jetzt stimmen sie den Song nochmal gemeinsam an. Klingt nicht schlecht, aber ob es reichen wird?

Unser MZ-Teilnehmer Max Kolbeck ist da ganz locker. „Ich weiß ja, dass das eh nix wird.“ „Wannabe“ von den „Spice Girls“ will er zum Besten geben. Geübt hat er nicht. Wozu auch, wenn er nur sehen will, was sich hinter der verschlossenen Trucktür abspielt. Dagegen will sich Sandra Horvatic einen Lebenstraum erfüllen. „Singen bedeutet mir sehr viel“, sagt sie. Zum Casting hat sie ihre dreijährige Tochter Mariella mitgebracht. Kind und Singen – sie will beides unter einen Hut bringen, sofern sie es in die nächste Runde schafft.

 

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