Kulturschätze zu bestaunen
Der Tag des offenen Denkmals lässt Besucher kulturelle Schätze entdecken. In diesem Jahr drehten sich zahlreiche Veranstaltungen um das Thema Holz.
Besucher erklimmen am Tag des offenen Denkmals in Regensburg den Dachstuhl der Dreieinigkeitskirche. Foto: altrofoto.de
Regensburg. Der Tag des offenen Denkmals lenkte am Sonntag den Blick auf die kulturellen Schätze im Freistaat. Bei den 900 Veranstaltungen erwartete das Landesamt für Denkmalpflege rund 300.000 Besucher. Viele denkmalgeschützte historische Stätten waren geöffnet, zahlreiche Sonderführungen wurden angeboten. In Bayern gibt es mehr als 165.000 Bau- und Bodendenkmäler.
Mehr als die Hälfte aller Veranstaltungen am Sonntag widmete sich dem diesjährigen Motto Holz. Zum ersten Mal stand ein Baumaterial im Mittelpunkt des Denkmaltags. Bei allen Veranstaltungen hatten die Besucher die seltene Gelegenheit, aus erster Hand vor Ort Informationen zur Geschichte der Denkmale, zu ihrem Erhalt und zu ihren Besonderheiten zu erfahren.
Die zentrale Feierstunde mit Generalkonservator Egon Greipl fand heuer in Bayreuth statt – und das aus gutem Grund. Die oberfränkische Stadt hat gleich zwei Opernhäuser von Weltrang mit wertvollen hölzernen Innenverkleidungen vorzuweisen: das von der Unesco zum Welterbe ernannte Markgräfliche Opernhaus und Richard Wagners Festspielhaus mit einzigartiger Akustik.
Üppiges Programm in der Region
Regensburg bot, fast schon traditionell, wieder eines der üppigsten Programme in Bayern. Zehntausende Menschen erkundeten am Sonntag in der Welterbestadt imposante Dachstühle in Kirchen und Stadeln, bestaunten denkmalgeschützte Baumveteranen, mit Holz ausgekleidete Bohlenstuben und entdeckten prachtvoll geschnitzte Türstöcke.
Nach zwölf Jahren archäologischer Ausgrabungen wurde das Freilichtmuseum „Burg Runding“ im Landkreis Cham anlässlich des Tags des offenen Denkmals offiziell eröffnet. Anhand von Informationstafeln können interessierte Besucher die Ruinen dann künftig selbst erkunden.
Im Landkreis Kelheim waren die Dachstühle ein großes Thema. Etwa in Sandelzhausen oder auf Schloss Eggersberg gab es derlei Konstruktionen zu bewundern. Darüber hinaus öffnete die Befreiungshalle Kelheim den sonst nicht zugänglichen historischen Unterbau.
Im Stadtmuseum Schwandorf war am Tag des offenen Denkmals die naturkundliche Sonderausstellung „Mein lieber Biber!“ zum letzten Mal zu sehen. Im Landkreis Neumarkt erwarteten unter anderem das Burgmuseum in Parsberg, der Klosterstadel in Gnadenberg, St. Cäcilia in Pavelsbach, die Raiffeisenbank in Breitenbrunn und das Deutschordensschloss in Postbauer-Heng die Besucher.






