Oberpfalz & Bayern 04.10.2012, 17:43 Uhr

„Tage wie diese“ ist der Wiesn-Hit

Das Lied der Toten Hosen profitiert von seiner Bekanntheit, die es bereits durch die Fußball-EM erlangt hat - und es lässt sich leicht mitgrölen.

Spaß haben und mitsingen – Musik gehört zum Oktoberfest wie Bier und Dirndl.

Spaß haben und mitsingen – Musik gehört zum Oktoberfest wie Bier und Dirndl.

München. Eine eingängige Melodie und ein Text, den man leicht mitsingen kann – das sind die wichtigsten Voraussetzungen, damit ein Lied auf dem Oktoberfest zum Hit wird. Beide erfüllt „Tage wie diese“ von den Toten Hosen allemal. Wenn die Wiesn-Bands den Refrain anstimmen, rockt das Bierzelt. Auf dem Münchner Oktoberfest ist man sich einig: Die Lebensfreude-Hymne ist der Wiesn-Ohrwurm des Jahres 2012. Gleich dahinter landet Hubert von Goiserns „Brenna tuat’s guat“, das sich jedoch wegen des österreichischen Dialekts nicht so leicht mitgrölen lässt.

„Einfach cool“ findet Wiesn-Wirt Christian Schottenhamel „Tage wie diese“. Fragt man ihn nach dem Hit des Oktoberfests, fällt ihm der Titel der Rockband aus Düsseldorf als erstes ein. Laut Schottenhamel werden jedoch meist mehrere Lieder in einer Wiesn-Saison zum Ohrwurm. In diesem Jahr feiern die Leute seiner Einschätzung nach neben dem Song der Toten Hosen am liebsten zu „Brenna tuat’s guat“ von Hubert von Goisern, „Ai Se Eu Te Pego“ von Michel Teló, auch bekannt als „Nossa Nossa“, und Mickie Krauses „Schatzi, schenk mir ein Foto“. Doch gerade im Schottenhamel-Zelt, wo sich jüngere und ältere Besucher mischen, sind auch die alten Hits gefragt. „Wir spielen alles durch“, sagt der Wiesn-Wirt. Auch Titel wie „Er gehört zu mir“ oder „Who the fuck is Alice“ würden immer wieder gespielt.

„Tage wie diese“ von den Toten Hosen ist auch laut Martin Pohlers, Musikchef des Münchner Radiosenders Radio Arabella, der Wiesn-Hit des Jahres 2012. Hubert von Goiserns „Brenna tuat’s guat“ kommt Pohlers zufolge nicht an den Erfolg der Toten Hosen heran, obwohl es ebenfalls sehr beliebt sei. Die Gründe liegen für den Musikredakteur auf der Hand. Das Lied der Toten Hosen sei leichter singbar, habe keinen Dialekt und sei deshalb auch über Bayern hinaus bekannt. Mit dem Lied des Österreichers Hubert von Goisern könne man dagegen „nördlich der Donau Tanzflächen leerspielen“. Zugute halten müsse man dem Titel jedoch, dass er „eine gewisse Zünftigkeit“ besitze, so Pohlers.

 

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