Oberpfalz & Bayern 07.03.2013, 18:43 Uhr

Bayern wird zur Panini-Landschaft

Weil sie als Kinder selbst gerne Aufkleber sammelten, kamen zwei Hamburger auf die Idee, deutsche Regionen in einem Panini-Sammelalbum vorzustellen.

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Jeweils sechs Motive enthält jede Sammeltüte. Die Tüten sind zum Preis von 50 Cent im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Jeweils sechs Motive enthält jede Sammeltüte. Die Tüten sind zum Preis von 50 Cent im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Von Isolde Stöcker-Gietl, MZ

Hamburg/Regensburg. Was macht Bayern zu Bayern? Der Leberkas oder der Märchenkönig Ludwig? Das Karwendelgebirge oder doch der Wolpertinger? Es ist gar nicht so einfach, dem Freistaat in 324 Motiven gerecht zu werden, haben die beiden Hamburger Journalisten Alexander Böker und Oliver Wurm festgestellt. Sie haben mit „Bayern sammelt Bayern“ ihr inzwischen 13. regionales Panini-Sammelalbum auf den Markt gebracht. Diesmal mit Unterstützung der Hörer von Antenne Bayern. „Sie haben uns bei der Auswahl geholfen, denn Bayern hat so viel Schönes, da fiel die Entscheidung für die einzelnen Motive nicht leicht“, sagt Alexander Böker.

Taschengeld für Panini-Bilder

Seit 1974 gibt es die Panini-Sammelbilder in Deutschland. Erst nur zu Fußball-Großereignissen wie Weltmeisterschaften und Europameisterschaften, später auch zu jeder aktuellen Bundesliga-Saison. Oliver Wurm und Alexander Böker waren als Kinder leidenschaftliche Sammler. „Ich investierte mein ganzes Taschengeld in die Bildchen“, erzählt Böker im Gespräch mit der MZ. Dass sich daraus mal eine erfolgreiche Geschäftsidee entwickeln würde, daran hatte er aber selbst bis vor wenigen Jahren nicht gedacht.

„Eigentlich hatten wir uns mit unserem Journalistenbüro selbstständig gemacht, um Zeitschriften zu konzipieren. Dann kam uns in einer langen Nacht die Schnapsidee für ein Sammelsticker-Buch für unsere Heimatstadt Hamburg.“ Gesagt, getan. Die Journalisten erstellten Listen über Sehenswürdigkeiten, über Prominente, über Spezialitäten und Feste. Zwar etwas skeptisch, sagte auch der Panini-Verlag zu, die Sammelbildchen zu drucken. „Wir mussten eine halbe Million Tüten mit Stickern abnehmen. Das erschien uns eine unfassbar große Menge“, erzählt Böker. Denn an einen sehr großen Erfolg dachten sie eigentlich nicht.

Doch die Sammelleidenschaft der Hamburger sollte die beiden Jung-Unternehmer förmlich überrollen. „Wir mussten zweimal Sticker nachordern, insgesamt verkauften wir 1,5 Millionen Tüten.“ Schlag auf Schlag folgten weitere Sammelalben für Köln, Berlin und Düsseldorf, mit Schleswig-Holstein folgte das erste Bundesland. „Und jedes Album schlug sofort ein wie eine Bombe“, sagt Böker. Und nun ist also Bayern dran.

 

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