Barbara Meier auf Heimatbesuch: Topmodel frei von Schüchternheit
Barbara Meier
Nimm den“ – „Nein, nimm‘ den Pinken!“: Die Wahl des Filzstifts, mit dem Topmodel Barbara Meier ihr Autogramm auf den Diddel-Block schreiben soll, ist gar nicht so leicht. Dutzende Mädchen – und ein paar versprengte Jungs – zwischen acht und zwölf Jahren warten auf dem Amberger Marktplatz auf ihren Star. Nicht ganz die Zielgruppe des BR-Jugendmagazins „Südwild“, das am Freitagnachmittag live aus Amberg sendet.
Seit Dienstag berichtete das Team aus Amberg, Höhepunkt der Woche war das „Buckelrutschen“ mit skurrilen selbstgebauten Gefährten am Monte Kaolino in Hirschau. Und Barbara Meier hat nun die Ehre, den Schnellsten – zwei Mitglieder der Band „Woidboyz“ – und denen mit dem stylishsten Untersatz – Nachwuchsschreiner aus Sulzbach-Rosenberg – die Preise zu überreichen. Dafür sind die Fans aber nicht gekommen, sie haben nur Augen für Barbara. Als die Schöne in Hot Pants und auf hohen Absätzen aus dem „Südwild“-Bus steigt, wird heftig geklatscht.
Barbara Meier ist seit ihrem Sieg bei der letzten Staffel von „Germany’s next Topmodel“ vor knapp einem Jahr gereift, die Stimme ist fester geworden, der Auftritt souveräner: „Ich war sehr schüchtern“, gibt sie zu. Aber sie habe lernen müssen, auf fremde Menschen zuzugehen. „In meinem Beruf kann ich mir diese Zurückhaltung nicht mehr leisten.“
Moderator Andreas Poll stellt Zuschauerfragen aus dem „Südwild“-Blog. „Wie zickig ist Heidi Klum hinter den Kulissen“, will da einer wissen. „Überhaupt nicht. Sie ist supernett und verbreitet immer gute Laune“, antwortet Barbara Meier. Was sie von den „Playboy“-Fotos ihrer einstigen Konkurrentin Fiona hält? „Ich würd‘s nicht machen lassen, aber die Bilder sind toll geworden“. Die alte Zurückhaltung kehrt zurück, als es politisch wird. In einem Einspieler erklärt „Südwild“ die Aktion „Nine Fingers for Tibet“. Frage an das Model: Würde sie in der Öffentlichkeit ein T-Shirt mit der Aufschrift „Free Tibet“ tragen? Nein, wohl eher nicht. Für Soziales oder ihr Studienfach, die Mathematik, engagiere sie sich gerne, „aber aus der Politik halte ich mich raus“.
Vergangene Woche mit Claudia Schiffer in Genf, davor Kiel, Mailand, Hannover: Barbara Meier hat nur noch selten Zeit für Familie und Freunde in Amberg, manchmal ist sie monatelang unterwegs. Das vermeintlich schicke Leben ist im Grunde harte Arbeit, wie das Model immer wieder betont. Deshalb bleibt Barbara Meier fest auf dem Boden der Realität. Sie kann auch öffentlich über ein Missgeschick lachen, das ihr kürzlich passiert ist. „Bei einem Auftritt wollte ich mich mit Lotion eincremen, hab‘ aber versehentlich Selbstbräuner erwischt. Ich hab‘ die ganze Nacht an mir rumgeschrubbt, um das wieder runterzukriegen“.



