Bayern/Oberpfalz 11.11.2008, 16:52 Uhr

Flughafen München: Protest gegen Ausbau

Unter heftigen Protesten hat am Dienstag in Unterschleißheim die Erörterung zur umstrittenen dritten Start- und Landebahn für den Münchner Flughafen begonnen. Flughafenchef Michael Kerkloh verteidigte zum Auftakt das Projekt.

Unter heftigen Protesten hat am Dienstag in Unterschleißheim die Erörterung zur umstrittenen dritten Start- und Landebahn für den Münchner Flughafen begonnen. Flughafenchef Michael Kerkloh verteidigte zum Auftakt das Projekt.

Unter heftigen Protesten hat am Dienstag in Unterschleißheim die Erörterung zur umstrittenen dritten Start- und Landebahn für den Münchner Flughafen begonnen. Flughafenchef Michael Kerkloh verteidigte zum Auftakt das Projekt. Es sei für die Entwicklung des Flughafens notwendig. „Der Engpass ist kein Zukunftsszenario mehr, sondern tägliche betriebliche Realität.“ Der Ausbau führe zu Belastungen für die Anwohner, räumte Kerkloh ein. Er bringe aber Nutzen für Millionen Menschen. Für die Betroffenen werde der Flughafen versuchen, faire Lösungen zu erreichen, sagte der Flughafenchef unter Buhrufen der Zuhörer. Die Landräte der betroffenen Landkreise Freising und Erding sowie Bürgermeister von Nachbargemeinden kritisierten die Ausbaupläne scharf.

Vor Beginn der Erörterung demonstrierten rund 200 Menschen gegen das Projekt, das zwischen 500 Millionen und eine Milliarde Euro kosten soll. „Nein zu dritter Startbahn“ und „Dritte Startbahn ist Größenwahn“ hieß es auf Transparenten des Bündnisses „aufgeMUCkt“. Die Gegner lehnen den Ausbau mit Blick auf den Klimawandel strikt ab, sie sehen auch angesichts aktuell rückläufiger Fluggastzahlen und schlechter Wirtschaftsprognosen keinen Bedarf für die neue Piste. Der Ausbau bedeute unzumutbare Schadstoff- und Lärmbelastungen für die Anwohner.

„Das Vorhaben widerspricht den Belangen die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Freising“, rief der dortige Landrat Michael Schwaiger (Freie Wähler) in der Anhörung den Vertretern des Flughafens zu. „Letztendlich werden sie vor den Kopf gestoßen und ihrer Heimat beraubt.“ Der Erdinger Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) sagte, mit der weiteren Start- und Landebahn würden „neue Korridore verlärmt“. , „Insbesondere ist der Bedarf immer noch nicht nachgewiesen.“

 

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