Bayern/Oberpfalz 07.12.2008, 18:40 Uhr

Fan-Randale in Regensburg: Festnahmen und Verletzte

Der Dresdner Fanblock im Jahn-Stadion

Der Dresdner Fanblock im Jahn-Stadion

Von Zusammenstößen überschattet war das Fußballspieles SSV Jahn Regensburg gegen Dynamo Dresden am Samstag. Acht verletzte Polizeibeamte und zwei verletzte Schlachtenbummler sowie 13 Festnahmen meldete die Polizei, die 450 Beamte und Kräfte der Bundespolizei im Einsatz hatte. Der durch die Sachbeschädigungen entstandene Schaden ist noch nicht präzisierbar.

Etwa 5500 Besucher waren nach polizeilichen Schätzungen bei dem Spiel, darunter etwa 2000 Anhänger aus Dresden. Die Dresdner wurden durch starke Kräfte der Bundespolizei bis zum Hauptbahnhof begleitet. Dort übernahmen die Kräfte der Regensburger Polizei, verstärkt durch ein großes Kontingent aus der Bereitschaftspolizei und dem Polizeipräsidium München (Reiterstaffel) die Begleitung und Betreuung bis zum Stadion. Im Bereich der Maximilianstraße löste sich zunächst spontan aber erkennbar geplant, eine etwa 300 bis 400 Personen umfassende Gruppe die in die Innenstadt ziehen wollte. Aus dieser Menschenmenge heraus wurden ein Bus der Verkehrsbetriebe und Pflanzkübel im weiteren Bahnhofsbereich beschädigt. Ferner erfolgten massive Übergriffe auf Polizeibeamte. Um die Situation zu bereinigen war unmittelbarer Zwang, bis hin zum Einsatz von Schlagstöcken, notwendig, berichtete die Polizei. Diese Zusammenstöße mit Polizeibeamten gab es in der „Schwarze-Bären-Straße“ und der „Drei-Kronen-Gasse“. Die Randalierenden beschädigten zudem am Bismarckplatz eine Deko-Figur vor einer Gaststätte und im weiteren Verlauf waren es sieben, in der Liskircher bzw. Dechbettener Straße abgestellte Autos, die sie verkratzten.

Nach Beendigung des Spiels kam es am Stadionausgangsbereich zur Heitzerstraße zu massiven Angriffen auf die vor Ort anwesenden Polizeikräfte. Nur mit unmittelbarem Zwang, durch den erneuten Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray, bekamen die Polizeikräfte die Situation in Griff. Mit hohem Personalansatz und der engen Einbindung der Fanbetreuer aus Dresden gelang es die Situation zu befrieden. Nach einer Wartezeit und verbalem Einwirken auf die im Stadion Verbliebenen wurden diese Dresdener unter starker polizeilicher Obhut zum Bahnhof bzw. den wartenden Bussen begleitet.

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