Bayern/Oberpfalz 26.11.2009, 09:07 Uhr

Studenten-Demo zieht durch Regensburg

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Studenten-Demo in Regensburg für bessere Bildungsbedingungen Foto: altrofoto.de

Studenten-Demo in Regensburg für bessere Bildungsbedingungen Foto: altrofoto.de

Rund 1500 Demonstranten (Angaben der Polizei) haben in Regensburg ein Zeichen für bessere Bildungsbedingungen gesetzt. Vom Dom aus zogen sie über Neupfarrplatz, Galgenberger Straße und Fachhochschule zur Universität. Zur Teilnahme aufgerufen waren„alle an Bildung Interessierten“, wie die Studenten mitteilen. Dazu zählten auch Lehrer und Dozenten.

„Wir brennen für eine bessere Bildung“, hatte ein Sprecher der Uni-Studenten am Dom erklärt. Und: „Wir haben die Schnauze voll von Ansagen, denen keine Handlung folgt.“ Danach zogen die Bildungsstreiker mit Trommeln und Transparenten durch die Regensburger Innenstadt Richtung Universität. „Bildung für alle und zwar umsonst“ forderten sie und „Macht was richtig, nehmt Bildung wichtig“. Zu den Teilnehmern gehörten auch Schüler, Vertreter von Verdi und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Extra Lob gab es für die Regensburger Polizei, der Sprecher der Studenten bedankte sich für die „gute Zusammenarbeit“.

Bereits am Dienstag schlossen sich die Studenten der der „Hochschule für angewandte Wissenschaften“ (HS.R, ehemals Fachhochschule) dem Bildungsstreik an. Bei einer Vollversammlung wurde beschlossen, einen Hörsaal zu besetzen. An der Regensburger Uni bleiben der H2 und der H9 besetzt, in AGs erarbeiten die Studenten ihre Forderungen. Am Freitag hatten sie mit Rektor Prof. Thomas Strothotte über Studiengebühren diskutiert. Er habe grundsätzlich einer Abschaffung zugestimmt, teilten die Studenten mit, die Finanzierung müsse aber vom Freistaat übernommen werden. Es sei richtig, dass er offen dafür sei, woher die Gelder für eine Qualitätsverbesserung der Lehre kämen, sagte Strothotte. Eine Alternative könne beispielsweise die Gründung einer Stiftung sein. Eine Finanzierung der Hochschulen über Stipendien, Stiftungen oder Wirtschaft sehe das Plenum kritisch, sagen dagegen die Studenten. „Die Lehrinhalte dürfen nicht von Interessengruppen beeinflusst sein.“

 

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Freitag 3. September 2010
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