Bayern/Oberpfalz 01.12.2009, 09:20 Uhr

Studenten planen schon das Weihnachtsfest im Hörsaal

Der Bildungsstreik soll über die Feiertage weitergehen.

Wollen erst aufhören, wenn sie die Reformversprechen auch eingelöst sehen: Die Studenten in den besetzten Hörsälen richten sich für die kommenden Wochen ein. Foto: dpa

Wollen erst aufhören, wenn sie die Reformversprechen auch eingelöst sehen: Die Studenten in den besetzten Hörsälen richten sich für die kommenden Wochen ein. Foto: dpa

München/Regensburg. Die Studenten in Bayern wollen ihre Proteste noch lange nicht aufgeben: Sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden, blieben die Hörsäle sogar über Weihnachten besetzt. „Wir haben Schichtpläne erstellt, damit uns der besetzte Raum nicht verloren geht“, sagte am Montag ein Studentensprecher der Uni Bamberg. Ähnliche Überlegungen gibt es an der Uni in München sowie an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule in Nürnberg.

Auch die Studenten der Uni Regensburg sind entschlossen, zu bleiben: Der Weihnachtsbaum ist schon bestellt. Die Blockaden würden auf unbestimmte Zeit fortgesetzt, sagte ein Studentensprecher. Bislang seien zwei Universitäts-Hörsäle und einer an der Hochschule für angewandte Wissenschaften besetzt. Nach seinen Angaben beteiligen sich allein an der Uni jeden Tag rund 400 Studierende an den Aktionen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass weitere Hörsäle besetzt würden.

Der Studentische Konvent der Regensburger Universität legte gestern einen „Maßnahmenkatalog“ vor. Studentische Vertreter formulieren darin Schritte, die ihrer Ansicht nach nötig sind, um „die für alle unbefriedigende Situation“ an den Hochschulen und speziell in Regensburg zu verbessern.

Mit Demonstrationen wollen in dieser Woche Studenten in Bamberg, Würzburg und München ihren Forderungen Nachdruck verleihen. „Wissenschaftsminister Heubisch hat angekündigt, dass eine Abschaffung der Studiengebühren mit ihm nicht zu machen ist. Mit der Demo wollen wir zeigen, dass das eine der Hauptforderungen ist“, sagte eine Studentensprecherin der Uni Würzburg. Zu der Demo am Dienstag würden mehr als 2000 Protestierende erwartet. Zudem versuche man, die Bevölkerung – allen voran Schüler, Auszubildende und deren Eltern – zu mobilisieren, sagte Christian Weis vom Sprecherrat der Uni Erlangen-Nürnberg. „Je mehr wissen, dass bei der Bildung etwas schief-läuft, desto größer ist der Druck auf die Verantwortlichen.“ (dpa/lby/ka)

 

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