Bayern/Oberpfalz 02.02.2012, 10:04 Uhr

Noch keine heiße Spur

Die Polizei fahndet nach einem 22 Jahre alten Soldaten aus Regen und seiner 23-jährigen Freundin. Sie sollen einen Mann in Weiden getötet haben.

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        Die Polizei hat die Spur der tatverdächtigen aufgenommen, sie jedoch noch nicht gefunden. Foto: Archiv

Die Polizei hat die Spur der tatverdächtigen aufgenommen, sie jedoch noch nicht gefunden. Foto: Archiv

von Reinhold Willfurth, MZ

Weiden. Eine Woche nach dem Mord an einem 66-jährigen Rentner Wolfgang B. präsentiert die Polizei einen Tatverdächtigen: Gefahndet wird seit Mittwochabend nach dem 22-jährigen Florian Klöber aus Regen. Der Soldat ist zusammen mit seiner Freundin Katja Röder, deren Tatbeteiligung bislang nicht feststeht, spurlos verschwunden. Damit steht das ominöse Pärchen, das ein Zeuge am Abend des 25. Januar in der Nähe des Tatorts beobachtet hatte, im Zentrum der Ermittlungen. Die beiden sind vermutlich mit einem Honda HR-V, einem geländegängigen Kombi, unterwegs. Das Paar könnte bewaffnet sein, warnt die Polizei.

Am Donnerstagmorgen ist das Pärchen noch immer auf der Flucht. Über Nacht sind bei der Polizei zahlreiche Hinweise eingegangen. „Diese gilt es jetzt zu überprüfen. Eine heiße Spur gibt es aber bisher noch nicht“, sagt Polizeisprecher Michel Rebele. Die ermittelnde Soko wird nun personell verstärkt, „da nun schon die Öffentlichkeitsfahndung läuft und viele Aussagen und Örtlichkeiten überprüft werden müssen.“ Auch die tschechischen Behörden sind in die Ermittlungen eingebunden. „Wir müssen die Möglichkeit einer Flucht ins Ausland im Auge haben. Anhaltspunkte gibt es dafür aber keine.“

Am 25. Januar gegen 19 Uhr fand ein Spaziergänger, der seinen Hund ausführte, neben einem Fuß- und Radweg in der Konradshöhe im Südwesten von Weiden einen schwerverletzten Mann. Gleichzeitig beobachtete er in der Nähe des Tatorts ein junges Pärchen, wie es zu einem Auto lief und davonfuhr. „Mich ham’s zusammengeschlagen“, soll der Schwerverletzte dem Zeugen noch gesagt haben, und „Die wollten mich umbringen“. Der Zeuge lief nach Hause und alarmierte die Polizei. Ein weiterer Spaziergänger blieb einstweilen bei Wolfgang B. Der herbeigeeilte Notarzt konnte nur noch den Tod des Rentners feststellen. Er hatte mehrere Stichwunden im Rücken.

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