Das Papsthaus wird saniert
Im Wohnhaus von Papst Benedikt in Pentling soll eine Dokumentations- und Begegnungsstätte entstehen. Der Umbau beginnt nach Ostern.
Pentling. Bald soll wieder Leben einkehren in das kleine Haus an der Bergstraße in Pentling. Die Schaffung einer Dokumentations- und Begegnungsstätte im ehemaligen Wohnhaus Joseph Ratzingers, dem heutigen Papst Benedikt, im Regensburger Vorort Pentling nimmt konkrete Formen an. Bereits nach Ostern soll mit einer behutsamen Sanierung des Hauses begonnen werden.
Dabei soll das Haus, das der Theologieprofessor Ratzinger bis zu seiner Berufung zum Erzbischof von München im Jahr 1977 bewohnte, in seinen „Ursprungszustand“ gebracht werden. So schwebt es Rudolf Voderholzer vom Vorstand der Stiftung Papst Benedikt vor. „Man soll hier dem Leben der Familie Ratzinger und dem Arbeitsort des Professors begegnen können“, beschreibt Voderholzer sein Ansinnen.
Unter anderem ist geplant, das frühere Arbeitszimmer des Theologieprofessors wieder originalgetreu einzurichten - mit seinen Büchern und seinem Mobiliar. „Dies ist der Ort, an dem Joseph Ratzinger den Höhepunkt seiner wissenschaftlichen Laufbahn erlebte“, sagt Voderholzer zur Begründung.
In der künftigen Begegnungsstätte sollen auch Ratzingers 1991 verstorbener Schwester Maria und seinem drei Jahre älteren Bruder Georg, dem ehemaligen Regensburger Domkapellmeister, eigene Räume gewidmet werden. Das frühere Speisezimmer im Erdgeschoss des Hauses soll in einen Konferenzraum umgewandelt werden.
Ratzinger kam 1970 nach Pentling
Ratzinger war 1969 einem Ruf an die Universität Regensburg gefolgt. Seit 1970 bewohnte er gemeinsam mit seiner Schwester das damals neu errichtete, etwa 150 Quadratmeter große Haus am Regensburger Stadtrand, nur wenige Hundert Meter Luftlinie vom Campus der Universität entfernt. Nach seiner Berufung zum Erzbischof von München im Jahr 1977 nutzte er das Haus nur noch bei seinen gelegentlichen Regensburg-Aufenthalten.





