Margit Wild befürchtet Zerschlagung
Bund verkündet Pläne zu Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen.
Regensburg. Margit Wild schlägt Alarm: Nachdem die Bundesregierung demnächst verkünden wird, welche Pläne sie hinsichtlich der Wasser- und Schifffahrtsdirektionen in Deutschland verfolgt, hat die Regensburger SPD-Landtagsabgeordnete die bayerische Staatsregierung schon jetzt vorsorglich dazu aufgefordert, einer drohenden Zerschlagung der Verwaltungen eine klare Absage zu erteilen. Unserer Zeitung sagte Wild am Freitag, dass nach ihren Informationen geplant sei, alle Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen nach Bonn zu verlagern und dort eine zentrale Behörde für das gesamte Bundesgebiet zu schaffen. Damit stünden nach den Worten der Abgeordneten sowohl die Verwaltung in Würzburg als auch jene in Aschaffenburg zur Disposition – „und auch in Regensburg droht die Schließung des Wasser- und Schifffahrtsamtes“.
Schon im Vorfeld der Entscheidung sei es nach ihrem Dafürhalten nun dringend notwendig, dass sich die die schwarz-gelbe Koalitionsregierung im Bundesrat gegen diese Umstrukturierung stemme, erklärte Wild. Der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung drohe sonst ein drastischer Stellenabbau bzw- totalverlust. Derzeit umfasst die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung allein in Regensburg 257 Stellen, in ganz Bayern geht es um fast 1400 Stellen. Bayerischen und regionalen Interessen müssten auf jeden Fall Vorrang eingeräumt werden, sagte die SPD-Politikerin.
Wild wörtlich: „Das Amt ist schon lange hier in Regensburg, und ich befürchte, dass durch die Schaffung einer zentralen Bundesbehörde in Bonn der Standort Regensburg komplett aufgelöst werden könnte. Deshalb ist es wichtig, dass die Staatsregierung jetzt rechtzeitig handelt und massiv für den Erhalt der Stellen und der Arbeitsplätze in Bayern eintritt!“, forderte sie. (zi)

